Der Leverkusener Konzern wollte seine Glyphosat-Prozesse per Gesetz eindämmen. Daraus wird vorerst nichts.
Das US-Repräsentantenhaus hat das sogenannte Farm Bill ohne die von Bayer angestrebte Schutzklausel an den Senat weitergeleitet. Bayer hatte gemeinsam mit Partnern darauf hingearbeitet, die EPA-Einstufungen für Pestizide bundesweit rechtlich bindend zu machen. Das Ziel: einheitliche Warnpflichten statt eines Flickenteppichs aus einzelstaatlichen Regeln.
Washington lässt die Rechtslage unverändert
Die bisherige Situation bleibt damit bestehen. Kläger können weiterhin auf Basis einzelstaatlicher Gesetze Schadensersatz wegen angeblich unzureichender Warnhinweise fordern. Für Bayer bedeutet das: Eine gesetzliche Entlastung in den massiven Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten bleibt aus — zumindest vorerst.
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Zu Wochenbeginn hatte die Aktie noch mit Abschlägen auf die Signale aus Washington reagiert. Am Dienstag stabilisierte sich der Kurs bei 37,80 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von rund 4,5 Prozent. Über zwölf Monate hat die Aktie allerdings mehr als die Hälfte ihres Wertes zugelegt — von einem tiefen Ausgangsniveau.
Analysten taxieren fairen Wert höher
Analysten sehen den fairen Wert der Aktie im Konsens bei 42,00 Euro. Für 2026 rechnen sie mit einem Gewinn je Aktie von 4,25 Euro. Die US-Rechtsrisiken bleiben dabei die entscheidende Unbekannte für jede Bewertung.
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