Bayer-Aktie: Geht das so weiter?

Die Bayer-Aktie gewinnt trotz anhaltender juristischer Risiken im Glyphosat-Komplex an Boden. Analysten zeigen sich optimistisch, während ein Vergleichsmodell und eine Schlüsselanhörung den weiteren Verlauf bestimmen.

Bayer Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Entscheidende Anhörung vor dem US Supreme Court Ende April
  • Vergleichsmodell über 7,25 Milliarden Dollar in Prüfung
  • UBS hebt Bewertung auf 'Buy' an
  • Aktienkurs zeigt aktuell deutliches Plus

Der Glyphosat-Komplex bleibt das dominierende Thema für den Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern. Während das operative Geschäft weiterläuft, konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Investoren derzeit vor allem auf mehrere juristische Verfahren in den Vereinigten Staaten. Im Mittelpunkt steht dabei eine Anhörung vor dem Supreme Court, die für den weiteren Verlauf der Roundup-Klagen entscheidend sein könnte.

Heute hat die Börse sich nichts anmerken lassen. Aktuell steht ein Plus von 3,1 % auf den Kurstafeln. Die UBS hat nun die Aktie auf „buy“ angehoben und die Barclays beließ ihre Einschätzung bei „Overweight“. Das Kursziel laute 48 Euro. Für die Bayer-Aktionäre gab es sicher schon schlechtere Börsentage.

Bayer: Die hat das Vertrauen der Analysten

Seit der Übernahme von Monsanto im Jahr 2018 sieht sich Bayer mit einer großen Zahl von Klagen konfrontiert. Kläger werfen dem Unternehmen vor, dass der Wirkstoff Glyphosat im Unkrautvernichter Roundup Krebs verursachen könne. Bayer weist diese Vorwürfe zurück und verweist auf Bewertungen zahlreicher Behörden, die den Stoff bei sachgemäßer Anwendung als sicher einstufen.

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Ein wichtiger Termin steht nun am 27. April 2026 an. Dann wird der US Supreme Court mündliche Argumente zu einer zentralen Rechtsfrage anhören. Im Kern geht es darum, ob bundesrechtliche Vorschriften zur Kennzeichnung von Pflanzenschutzmitteln Vorrang vor den Gesetzen einzelner US-Bundesstaaten haben. Bayer argumentiert, dass die von der Umweltbehörde EPA genehmigten Etiketten maßgeblich sind und zusätzliche Warnhinweise deshalb rechtlich nicht erforderlich gewesen wären.

Die 2. Säule der Bayer-Strategie ist ein umfangreiches Vergleichsmodell. Ein US-Gericht hat bereits eine vorläufige Genehmigung für einen Klassenvergleich über 7,25 Milliarden Dollar erteilt. Der Vergleich soll bestehende und zukünftige Ansprüche bündeln und damit eine langfristige Lösung für einen großen Teil der Verfahren schaffen.

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Die Konstruktion sieht unter anderem einen Entschädigungsfonds vor, aus dem Kläger Zahlungen erhalten können. Entscheidend für das Inkrafttreten des Vergleichs ist jedoch eine sehr hohe Beteiligungsquote. Nach Angaben des Managements müsste nahezu die gesamte Gruppe der betroffenen Kläger zustimmen, damit das Modell umgesetzt werden kann.

Noch sieht es nicht danach aus. Dennoch wird es bald zu einer Entscheidung kommen.

Neben der juristischen Entwicklung stehen in den kommenden Wochen mehrere weitere Termine an. Am 24. April findet zunächst die Hauptversammlung des Konzerns statt. Wenige Wochen später, am 12. Mai, veröffentlicht Bayer seine Ergebnisse für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Aktie ist klar im Aufwärtstrend. Der Markt ist also zuversichtlich! Analysten sind es ohnehin.

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