Für die Leverkusener Aktie von Bayer ist der Auftakt in die neue Woche nach Meinung von Beobachtern an den Börsen zumindest halbwegs gelungen. 0,35 % Kursaufschlag bringen die Aktie auf über 36 Euro. Am Freitag noch war es für Bayer um 1,12 % aufwärts gegangen. Auch am Donnerstag waren 1,2 % Zuwachs zu verzeichnen.

Die Aktie ist also immerhin vergleichsweise stabil. Tatsächlich allerdings sind die Börsen hier immer noch in einer etwas abwartenden Haltung. Die Notierungen befinden sich deutlich im technischen Abwärtstrend, wenn es nach den mittelfristigen oder kurzfristigen Erwägungen geht.

Tatsächlich zeigt sich insofern eine abwartende Haltung, als quasi keine Nachricht hier erhebliche Entwicklungen auslöst. In den USA wurde nunmehr ein neues MRT-Kontrastmittel von der FDA zugelassen. Das allerdings wird zwar Geschäfte auslösen, hat die Börsen aber ganz offensichtlich nicht bewegt.

Das große Thema bleibt für die Bayer Glyphosat

Hier wird es darauf ankommen, in welche Richtung sich die Glyphosat-Rechtsproblematik entwickeln wird. Die Börsen warten sicherlich noch einige Wochen im laufenden Sommer ab. Nachrichtentechnisch betrachtet könnte man von einem Seitwärtstrend sprechen, der erst von Glyphosat durchbrochen wird.

Analysten sehen das Ganze sehr viel zuversichtlicher. Nahezu 50 Euro sei die Aktie wert, heißt es im Durchschnitt bezogen auf Bayer. Das ist ambitioniert und würde einen Aufschlag in Höhe von deutlich mehr als 35 % ausmachen.

Allerdings ist mit diesen Analysen bzw. Kurszielen derzeit noch keine zeitliche Dimension verbunden. Das heißt konkret, dass die Börsianer hier wohl noch einige Wochen Geduld aufbringen müssen. Jedenfalls dann, wenn sie auf die Analysten hören, was die vergleichsweise hohen Kursziele für die Leverkusener betrifft.