Bayer hat zum Wochenauftakt leicht nachgegeben. Das Papier verlor rund 0,7 Prozent und notierte zuletzt bei etwa 47,73 Euro. Trotz dieses kleinen Rücksetzers befindet sich die Aktie weiterhin in einer vergleichsweise stabilen Verfassung.
Für Aufmerksamkeit sorgte zuletzt erneut das Thema Glyphosat. Auf den heutigen Kursverlauf dürfte dies allerdings nur begrenzten Einfluss haben. Deutlich wichtiger wird der morgige Tag: Am 4. August veröffentlicht Bayer seinen Halbjahresbericht und legt damit die Zahlen für das zweite Quartal vor. Die Erwartungen des Marktes sind derzeit relativ klar umrissen. Analysten rechnen im Durchschnitt mit einem Quartalsumsatz von rund 10,7 Milliarden Euro. Beim Gewinn je Aktie wird derzeit ein Wert von etwa 0,12 Euro erwartet. Entscheidend wird sein, ob Bayer diese Prognosen erfüllen oder sogar übertreffen kann. Davon dürfte abhängen, ob die Aktie nach den Zahlen weiteren Rückenwind erhält oder zunächst Gewinnmitnahmen einsetzen.
Die Zahlen der Bayer kommen nun
Ebenso wichtig wird der Ausblick auf das Gesamtjahr sein. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob das Management seine bisherige Prognose bestätigt. Für das bereinigte EBITDA rechnet Bayer weiterhin mit einer Spanne zwischen 9,4 und 9,9 Milliarden Euro. Änderungen an dieser Prognose würden von den Märkten genau analysiert werden. Auch das Thema Glyphosat bleibt ein bedeutender Faktor für die Bewertung der Aktie. Kurzfristig dürfte es zwar keine entscheidende Rolle spielen, mittelfristig rückt jedoch ein wichtiger Gerichtstermin näher. Am 19. August soll sich Bayer erneut im Zusammenhang mit dem geplanten Vergleich im Glyphosat-Komplex äußern. Dabei geht es um die endgültige Genehmigung eines Vergleichs mit einem Volumen von rund 7,25 Milliarden US-Dollar.
Für Anleger ist dieser Termin von großer Bedeutung. Er könnte weiteren Aufschluss darüber geben, wie hoch die rechtlichen Risiken für Bayer künftig tatsächlich noch sind. Das Thema Glyphosat wird den Konzern daher auch in den kommenden Wochen begleiten.
Zunächst richtet sich der Blick jedoch auf die Quartalszahlen am 4. August. Sie werden zeigen, ob Bayer operativ die Erwartungen erfüllen kann und ob sich daraus neue Impulse für die Aktie ergeben.
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