Unmittelbar vor einem entscheidenden Termin vor dem US Supreme Court sichert sich einer der größten Finanzakteure der Welt mehr Einfluss in Leverkusen. Goldman Sachs hat seine Beteiligung an Bayer auf über fünf Prozent ausgebaut. Dieses institutionelle Vertrauen trifft auf einen Konzern, der operativ ehrgeizige Ziele formuliert, finanziell aber weiterhin stark unter juristischen Altlasten leidet.
Pharma-Ziele treffen auf Milliardenlasten
Die offizielle Stimmrechtsmitteilung von Anfang April zeigt: Die US-Investmentbank hält nun 5,24 Prozent der Stimmrechte, aufgeteilt in direkte Anteile und Finanzinstrumente. Zuvor lag der Wert bei 3,95 Prozent. Parallel zu diesem Anteilsausbau präzisierte die Führung der Pharma-Sparte ihre langfristige Strategie. Ab 2027 soll das Wachstum wieder im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Bis 2030 peilt Spartenchef Stefan Oelrich eine operative Marge von rund 30 Prozent an, getrieben durch neue Medikamente in der Kardiologie und Onkologie.
Diesen operativen Ambitionen steht eine harte finanzielle Realität gegenüber. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit einem negativen freien Cashflow zwischen 1,5 und 2,5 Milliarden Euro. Der Hauptgrund dafür sind kalkulierte Auszahlungen von rund fünf Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten, primär für die laufenden Vergleiche in den USA. Entsprechend hoch bleibt die erwartete Nettofinanzverschuldung, die zum Jahresende bei 32 bis 33 Milliarden Euro liegen soll. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erwartet der Vorstand in einer Spanne von 4,00 bis 4,50 Euro.
Der Kalender im Fokus
Der Terminkalender für die kommenden Wochen ist dicht gedrängt und liefert konkrete Impulsgeber für die weitere Kursentwicklung:
- 24. April: Virtuelle Hauptversammlung mit Abstimmung über die Dividende von 0,11 Euro.
- 27. April: Beginn der mündlichen Verhandlung vor dem US Supreme Court im Roundup-Fall.
- 12. Mai: Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2026.
Gerade die Entscheidung der obersten US-Richter, die für die zweite Junihälfte erwartet wird, dürfte die Dynamik künftiger Klagen und damit die langfristige finanzielle Belastung des Konzerns maßgeblich definieren.
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