Nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Wochen legt die Aktie von Bayer derzeit eine Verschnaufpause ein. Am Montag verlor der Titel nun noch einmal 0,8 % und fiel damit auf 49,86 Euro.
Trotz dieses Rückgangs bleibt das charttechnische Gesamtbild unverändert positiv. Die Aktie notiert weiterhin deutlich über ihrem GD100, der aktuell bei gut 40 Euro verläuft. Damit verfügt der Titel nach wie vor über einen komfortablen Abstand zu einer wichtigen mittelfristigen Trendlinie und befindet sich weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend.
Dass Bayer inzwischen den dritten Handelstag in Folge nachgegeben hat, wird von Marktbeobachtern vor allem mit Gewinnmitnahmen erklärt. Nach der kräftigen Rally der vergangenen Wochen nutzen offenbar zahlreiche Anleger die höheren Kurse, um kurzfristige Gewinne zu realisieren. Eine solche Konsolidierung ist nach einem starken Anstieg nicht ungewöhnlich und muss aus technischer Sicht zunächst nicht negativ bewertet werden.
Analysten sind hier noch einmal zuversichtlicher geworden
Unterstützung erhält die Aktie weiterhin von den Analysten. Mehrere Investmenthäuser haben ihre Kursziele zuletzt im Zuge der positiven Entwicklungen rund um das Glyphosat-Thema angehoben. So erhöhte Berenberg das Kursziel deutlich von 40,50 Euro auf 55 Euro. Goldman Sachs passte die Zielmarke erst kürzlich auf 62,50 Euro an und unterstrich damit ebenfalls den verbesserten Ausblick.
JP Morgan bestätigte zwar lediglich das Votum „Overweight“ mit einem Kursziel von 50 Euro. Dieses Ziel liegt nur knapp über dem aktuellen Kursniveau, zeigt aber ebenfalls, dass das Institut keinen größeren Rückschlag erwartet. Die UBS bestätigte nun am Montag z. B. 52 Euro als (hier offenbar sehr zurückhaltendes) Kursziel.
Der Hintergrund für die optimistischeren Bewertungen ist unverändert die rechtliche Entwicklung in den USA. Das Glyphosat-Risiko wird inzwischen deutlich geringer eingeschätzt als noch vor einigen Monaten. Mehrere positive Gerichtsurteile sowie die geplante Neuordnung des Umgangs mit den Rechtsstreitigkeiten haben das Vertrauen der Anleger gestärkt.
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den 19. August. An diesem Tag findet eine wichtige Anhörung im Zusammenhang mit dem geplanten Vergleich in Höhe von 7,3 Milliarden US-Dollar statt. Dieses Verfahren gilt als eine der letzten wesentlichen Hürden im Glyphosat-Komplex. Dann werden die Weichen neu gestellt.
Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 14. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


