Am 24. April 2026 lädt Bayer zur virtuellen Hauptversammlung — und die Agenda hat es in sich. Neben den Jahreszahlen für 2025 steht ein Umbau im Aufsichtsrat an, während der Konzern gleichzeitig einen anspruchsvollen Turnaround stemmt.
Milliardenlast drückt aufs Ergebnis
Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 währungsbereinigt um 1,1 Prozent auf 45,6 Milliarden Euro — ein solides Wachstum, das jedoch von erheblichen Sonderaufwendungen überschattet wird. Insgesamt belasteten Rechtsstreitigkeiten das Ergebnis mit 6,2 Milliarden Euro, was zu einem Konzernergebnis von minus 3,6 Milliarden Euro führte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sank um 2,8 Prozent auf 4,91 Euro.
Besonders auffällig: Der Free Cash Flow brach um 32,9 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro ein. Für 2026 erwartet Bayer sogar einen negativen Free Cash Flow von minus 1,5 bis minus 2,5 Milliarden Euro — verursacht durch rund fünf Milliarden Euro an Auszahlungen für laufende Rechtsstreitigkeiten. Die Nettofinanzverschuldung konnte immerhin um 8,5 Prozent auf 29,8 Milliarden Euro gesenkt werden.
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Die Dividende bleibt unverändert bei 0,11 Euro je Aktie — symbolisch stabil, aber ohne echten Renditecharakter.
Neue Köpfe, neue Impulse?
Im Aufsichtsrat stehen zwei Neubesetzungen an. Marcel Smits, ehemaliger Chairman und CEO bei Cargill Asia Pacific, soll agrarwirtschaftliche Expertise einbringen. Alfred Stern ergänzt das Gremium mit Erfahrung in der DACH-Region sowie Governance- und Nachhaltigkeitsthemen. Die langjährigen Mitglieder Paul Achleitner und Colleen Goggins scheiden mit Ende der Hauptversammlung aus.
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Auf der Nachhaltigkeitsseite vermeldet Bayer unterdessen Fortschritte: MSCI Solutions vergab erstmals ein AA-Rating, und Sustainalytics hob Ende 2025 seinen „Red Flag“-Status für Bayer auf — ein Zeichen, dass die Bemühungen zur Eindämmung des Glyphosat-Rechtsrisikos Wirkung zeigen.
Aktie unter dem 50-Tage-Schnitt
An der Börse notiert die Aktie mit rund 39,23 Euro deutlich unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 42,83 Euro. Der RSI von 20,1 signalisiert dabei eine stark überverkaufte Lage. Der Kurs liegt gut 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro, das erst im Februar erreicht wurde.
Für das laufende Jahr erwartet Bayer währungsbereinigt einen Umsatz von 45 bis 47 Milliarden Euro und ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro. Das „Dynamic Shared Ownership“-Modell soll dabei zwei Milliarden Euro an Einsparungen bringen. Wie Aktionäre den bisherigen Umbaukurs bewerten, wird die Hauptversammlung am 24. April zeigen — die nächsten Quartalszahlen für Q1 2026 folgen dann am 12. Mai.
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