Das japanische Gesundheitsministerium beschert dem Leverkusener Konzern gleich zwei regulatorische Meilensteine, darunter eine Weltpremiere im Bereich der Radiologie. An der Börse verfehlen die operativen Fortschritte allerdings ihre Wirkung. Ein millionenschwerer Aktienverkauf eines Großinvestors dominiert das Handelsgeschehen und zwingt das Papier in die Knie.
Weltpremiere und weniger Injektionen
Den größten strategischen Wert hat die weltweit erste Zulassung des MRT-Kontrastmittels Gadoquatrane, das künftig unter dem Namen Ambelvist vermarktet wird. Das Produkt kommt mit einer um 60 Prozent reduzierten Gadolinium-Dosis aus und liefert dabei eine gleichwertige Bildqualität wie bisherige Standardmittel auf dem japanischen Markt. Japan gilt in der Pharmabranche als anspruchsvoller Referenzmarkt, was die Argumentation in den laufenden Zulassungsverfahren in den USA, der EU und China stärken dürfte.
Parallel dazu erhielt das Augenmedikament Eylea 8 mg die Freigabe für eine dritte Netzhautindikation in Japan. Klinische Daten belegen, dass Patienten mit der höher dosierten Variante im Schnitt drei Injektionen weniger benötigen. Der Konzern rechnet damit, dass diese Version bis zum Jahresende rund 70 Prozent des gesamten Eylea-Portfolios abdeckt.
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Großverkauf drückt auf die Kurse
Die fundamentale Stärkung der Produktpalette trat am Aktienmarkt jedoch in den Hintergrund. Belastend wirkte der angekündigte Ausstieg des Investors Inclusive Capital Partners, der bis zu 8,5 Millionen Anteilsscheine zu einem Angebotspreis von 37,45 Euro platzieren wollte. Dieser Verkaufsdruck sorgte dafür, dass die Papiere zur Wochenmitte die wichtige 100-Tage-Linie nach unten durchkreuzten.
Mit einem gestrigen Schlusskurs von 38,16 Euro spiegelt die Aktie die aktuelle Zurückhaltung der Anleger wider. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet der Titel mittlerweile ein Minus von 10,20 Prozent.
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Wichtige Termine im Frühjahr
Abseits der operativen Geschäftsentwicklung und des anvisierten Jahresumsatzes von bis zu 47 Milliarden Euro stehen für Aktionäre in den kommenden Wochen richtungsweisende Ereignisse im Kalender:
- 24. April 2026: Hauptversammlung mit der Abstimmung über den Dividendenvorschlag von 0,11 Euro je Aktie.
- 27. April 2026: Beginn der mündlichen Verhandlungen im Glyphosat-Verfahren vor dem US Supreme Court.
- Zweite Junihälfte 2026: Erwartetes endgültiges Urteil der obersten US-Richter.
Das anstehende Urteil in den Vereinigten Staaten dürfte die mittelfristige Kursentwicklung des Pharma- und Agrarkonzerns deutlich stärker prägen als die jüngsten Zulassungserfolge in Asien.
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