Jefferies hat Bayer gestern nach den Quartalszahlen bei „Hold“ mit einem Kursziel von 46 Euro belassen. Analyst Michael Leuchten verwies neben positiven Überraschungen auf ein Kernergebnis je Aktie unter den Konsenserwartungen. Die Aktie stieg gestern um 3,7%; Reuters führte den Kursanstieg auf die besser als erwartete Entwicklung der Pharmasparte und den angehobenen Jahresausblick zurück.

Jefferies unterscheidet zwischen Umsatz und Ergebnis

Leuchten hob die positiven Überraschungen beim Umsatz und beim bereinigten EBITDA hervor. Bayer meldete für das dritte Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 10,053 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 1,615 Milliarden Euro.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug nach Unternehmensangaben 0,31 Euro. Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis von minus 0,7 Milliarden Euro. Der Free Cashflow fiel mit minus 0,3 Milliarden Euro ebenfalls negativ aus.

JPMorgan bestätigte gestern dagegen „Overweight“ und ein Kursziel von 61 Euro. Analyst Richard Vosser begründete seine Einschätzung mit dem starken Pharmageschäft, der positiven EBITDA-Überraschung und dem optimistischeren Ausblick.

Höhere Prognosen bei weiter negativem Mittelzufluss

Bayer erhöhte den Ausblick für das Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen 2026 auf 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro. Zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro erwartet.

Auch beim Free Cashflow hob Bayer die Jahresprognose an: Erwartet werden minus 1,5 bis minus 0,5 Milliarden Euro. Die vorherige Prognose hatte bei minus 2,5 bis minus 1,5 Milliarden Euro gelegen.

Die Nettofinanzverschuldung bezifferte Bayer auf 31,1 Milliarden Euro. Im Pharmageschäft stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 23,6 Prozent auf 1,292 Milliarden Euro.