Bayer hat am Samstag positive Ergebnisse einer Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP zu Darolutamid vorgestellt. Nach Unternehmensangaben verringerte der Wirkstoff zusätzlich zu Androgendeprivation und Strahlentherapie das kombinierte Risiko für Metastasen oder Tod gegenüber Placebo um 58 %.
Metastasenfreies Überleben im Fokus
Die unter dem Namen Nubeqa bekannte Substanz wurde in der Studie als Ergänzung zur Androgendeprivation und Strahlentherapie untersucht. Der berichtete Vorteil bezieht sich auf den kombinierten Endpunkt aus Metastasen oder Tod.
Bei einer medianen Beobachtungszeit von 3,8 Jahren betrug die metastasenfreie Überlebensrate nach vier Jahren in der Darolutamid-Gruppe 95 %. In der Placebo-Gruppe lag sie bei 88 %. Die Ergebnisse stammen aus einer Zwischenanalyse, nicht aus einer abschließenden Auswertung der Studie.
Medienberichten zufolge bestätigte Jefferies am Montag nach den Studiendaten die Einstufung „Hold“ für Bayer. Das Analysehaus bestätigte zugleich sein Kursziel von 46 Euro. Die Bayer-Aktie schloss gestern bei 45,89 € und damit unter dieser Zielmarke.
Asundexian und Quartalszahlen als weiterer Kontext
Eine weitere Nachricht aus dem Pharmageschäft kam am Montag aus China: Laut Reuters genehmigte das Land Asundexian zur Schlaganfallprävention. Es handelt sich um die erste weltweite Zulassung des Wirkstoffs.
Reuters beschreibt Asundexian als möglichen Nachfolger für den Blutverdünner Xarelto, der durch Generika unter Druck steht. Damit betrifft die Zulassung einen Wirkstoff, dem eine mögliche Rolle als Nachfolger eines bereits unter Wettbewerbsdruck stehenden Bayer-Medikaments zukommt.
Als nächster angekündigter Berichtstermin steht der 03.11.2026 an. Bayer veröffentlicht dann die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026.
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