Mit der FIND-CKD-Studie hat Bayer einen strategisch bedeutsamen Schritt vollzogen. Das Nierenmittel Kerendia könnte bald für mehr als die Hälfte aller CKD-Patienten weltweit verfügbar sein — ein Markt, der bislang weitgehend unerschlossen war.
Fünfter Treffer — und der größte bisher
Am 16. März gab Bayer bekannt, dass die Phase-III-Studie FIND-CKD ihren primären Endpunkt erreicht hat. Kerendia zeigte bei erwachsenen Patienten mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung eine statistisch signifikante Verbesserung der eGFR-Verlaufsrate gegenüber Placebo — gemessen über 32 Monate. Es ist die fünfte positive Phase-III-Studie in Folge für das Präparat und zugleich die bislang größte, die sich ausschließlich auf nicht-diabetische CKD konzentriert. Das klinische Datenprogramm umfasst nun mehr als 20.000 Patienten.
Die nicht-diabetische CKD-Gruppe macht laut Bayer mehr als die Hälfte der weltweiten Patientenpopulation mit chronischer Nierenerkrankung aus. Eine Zulassungserweiterung durch die FDA würde Kerendia in eine völlig neue Größenordnung heben. Bayer plant, die Studiendaten entsprechend einzureichen.
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Blockbuster mit Rückenwind
Kerendia ist bereits das wachstumsstärkste Produkt im Bayer-Portfolio. Der Umsatz stieg 2025 um 79 Prozent auf rund 829 Millionen Euro. Analysten von GlobalData erwarten für 2026 den Sprung in die Blockbuster-Kategorie, mit einem prognostizierten Umsatzpeak von 2,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2031. Bayer selbst hält langfristig mehr als 3 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz für realistisch.
Das ist für den Konzern kein Luxus, sondern Notwendigkeit: Xarelto und Eylea verlieren an Umsatzkraft, und das Nettoeinkommen war 2025 mit minus 3,6 Milliarden Euro tief im Minus — belastet durch Rechtsstreitigkeiten rund um das Herbizid Roundup.
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Supreme Court als nächste Weichenstellung
Anfang März erhielt ein US-Richter die vorläufige Genehmigung für einen 7,25-Milliarden-Dollar-Vergleich zur Beilegung tausender Roundup-Klagen. Am 27. April folgt die mündliche Verhandlung vor dem US-Supreme Court im Fall Durnell v. Monsanto. Ein günstiges Urteil könnte einen Großteil der verbleibenden Klagen entkräften. Ein nachteiliges Ergebnis hingegen würde den Vergleich allein als Schutzschild infrage stellen.
Der wissenschaftliche Fortschritt bei Kerendia ist real — die Aktie notiert aktuell rund 18 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro. Wie schnell sich das ändert, hängt nicht zuletzt davon ab, was Ende April aus Washington kommt.
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