Die Bayer ist jetzt an die Öffentlichkeit getreten: Kerendia wurde in der EU zugelassen, so eine Meldung, die heute Vormittag die Runde macht. Bis dato hat die Aktie nur leicht zugelegt. Es sind rund 0,2 % Plus und ein Anstieg auf über 38 Euro. Das reicht noch nicht, nachdem der Freitag ein Minus von -1,01 % brachte. Diese Ausgangslage bildet die Grundlage für die aktuelle Einordnung in einem ambitionierten kurzfristigen Seitwärtstrend. Klar ist:

Das Unternehmen gehört zur Chemiebranche, die derzeit durch den Iran-Krieg massiv beeinflusst ist. Es fehlt an Rohstoffen und vor allem an der Phantasie, wie es in diesem Bereich weitergeht.

Bayer: Glyphosat-Belastung wirkt noch nach

Ein weiterer Punkt betrifft die juristische Situation in den USA. Die Glyphosat-Thematik wird im April einen weiteren Schritt vorangetrieben, im Juni soll dann endgültige Klarheit herrschen. Bayer hatte mit Rückstellungen im Umfang von mehr als 7 Mrd. Euro bereits hinreichend Vorleistung betrieben. Nun wird es wichtig sein, die Einigung mit Klägern insgesamt auch abschließen zu können.

Damit wird die Bayer in diesen Tagen sicherlich doppelt belastet.

Aus technischer Sicht bleibt der Wert indes im Aufwärtstrend, wenn auch nur knapp. Immerhin gelang es, den GD200 zu überwinden. Die Aktie bestätigt damit letztlich das positive Bild der Analysten. Die sehen noch immer Kurse von über 44 Euro als Kursziel. Erst vor kurzem hat nun die UBS das Kursziel noch einmal angehoben. Nun sollen es 52 Euro werden.

Hintergrund bleiben die wachsenden wirtschaftlichen Entwicklungen und Aussichten für das laufende Jahr sowie das Jahr 2027. Bayer gilt vergleichswese zwar als teuer, allerdings nicht als überteuert. Daher wäre es umso bedeutender, die aktuelle Situation rund um den Iran zu überstehen, um danach wieder die Erwartungen der Analysten aufzugreifen und anzugreifen.