Ein Wirkstoff, der einmal als gescheitert galt, steht jetzt im renommiertesten Medizinjournal der Welt. Bayers Asundexian schafft mit der Veröffentlichung im New England Journal of Medicine einen wissenschaftlichen Referenzpunkt — und das mit Daten, die sich sehen lassen können.
Was die Studie belegt
OCEANIC-STROKE ist die erste abgeschlossene Phase-III-Studie eines Faktor-XIa-Inhibitors, die Überlegenheit bei der Reduktion ischämischer Schlaganfälle gegenüber Placebo nachweist. Die Ergebnisse sind konkret: 6,2 Prozent der Asundexian-Patienten erlitten einen erneuten ischämischen Schlaganfall, in der Placebogruppe waren es 8,4 Prozent — eine Reduktion um 26 Prozent. Behindernde oder tödliche Schlaganfälle traten bei 2,1 statt 3,0 Prozent auf.
Besonders relevant für die Zulassungsperspektive: Ein erhöhtes Blutungsrisiko wurde nicht beobachtet. Das ist bei Antikoagulanzien keine Selbstverständlichkeit und dürfte die Gespräche mit Regulierungsbehörden erleichtern. An der Studie nahmen über 12.000 Erwachsene aus 37 Ländern teil.
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Vom Rückschlag zur Zulassungsreife
Der Weg hierhin war holprig. Vor knapp drei Jahren brach Bayer die OCEANIC-AF-Studie bei Vorhofflimmern ab — Asundexian hatte sich dort als dem etablierten Eliquis unterlegen erwiesen. Dass der Wirkstoff nun in einer anderen Indikation überzeugt, zeigt die Komplexität moderner Wirkstoffentwicklung.
Die FDA hat Asundexian bereits eine Fast-Track-Designation für die Schlaganfallprävention erteilt. Bayer plant nun Zulassungsgespräche mit Behörden weltweit. Bis zur Marktreife sind noch weitere regulatorische Schritte nötig — der Wirkstoff ist bislang in keiner Indikation zugelassen.
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Pharmasparte mit breiter Aufstellung
Asundexian ist nicht das einzige Pfund, mit dem Bayer gerade wuchert. Kerendia wächst währungsbereinigt um 88 Prozent und hat kürzlich eine EU-Zulassung für Herzinsuffizienz erhalten — ein neuer Markt, den das Management langfristig auf über drei Milliarden Euro Umsatz taxiert. Nubeqa und Lynkuet gelten als weitere Wachstumstreiber.
Für 2026 peilt Bayer Konzernumsätze zwischen 45 und 47 Milliarden Euro an, das bereinigte EBITDA soll zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro liegen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 9,7 Prozent zugelegt.
Am 24. April findet die virtuelle Hauptversammlung statt, auf der eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie für 2025 zur Abstimmung steht. Der Ex-Dividende-Tag ist der 27. April, die Auszahlung folgt am 29. April.
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