Die Aktien von Bayer mussten am gestrigen Mittwoch einen spürbaren Rückschlag hinnehmen. Der Kurs fiel um 2,7 Prozent auf einen Schlussstand von 47,75 Euro. Zeitgleich rückte die juristische Lage in den Vereinigten Staaten wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Dort begann gestern ein neuer Prozess um den Unkrautvernichter Roundup. Die Süddeutsche Zeitung stufte dieses Verfahren als möglicherweise wegweisend für das Unternehmen ein.
Gedämpfte Gewinnerwartung für das Quartal
Fundamental gab es am Dienstag neue Signale von Analystenseite. Deutsche Bank Research beließ die Einstufung für Bayer auf „Buy“ mit einem Kursziel von 60 Euro. Analystin Virginie Boucher-Ferte rechnete in ihrer Studie mit einem verhaltenen Jahresviertel. Sie erwartet für das dritte Quartal ein operatives Umsatzwachstum von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim operativen Ergebnis prognostizierte die Expertin dagegen ein Minus von 10 Prozent.
Die Schätzungen verdeutlichen den anhaltenden Druck auf die Ertragskraft des Konzerns. Neben den Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten fordern auch die allgemeinen Marktbedingungen das Management heraus. Anleger beobachten daher aufmerksam, ob die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zügig greifen. Die operative Entwicklung bleibt ein zentraler Faktor für die künftige Bewertung an den Märkten.
Portfoliomaßnahmen und Quartalstermin
Ein Baustein der Neuausrichtung betrifft den Bereich der Onkologie. Am 21. September gab der Konzern den Verkauf des Krebsmedikaments Stivarga an Grünenthal bekannt. Das übernehmende Unternehmen bezifferte den potenziellen Kaufpreis auf bis zu 375 Millionen Euro. Der Abschluss dieser Transaktion ist laut Grünenthal für Ende 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen.
Trotz der jüngsten Konsolidierung verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Kursplus von 29 Prozent. Belastbare Zahlen zur aktuellen Geschäftslage liefert das Unternehmen in wenigen Wochen. Am 3. November veröffentlicht Bayer den offiziellen Bericht zum dritten Quartal.
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