Eine Jury in Missouri hat gestern einstimmig zugunsten von Bayer in einem Glyphosat-Prozess entschieden. Laut dpa-AFX treibt das Urteil die Aktie heute weiter an. Das Papier legt um 4,8% zu.
In dem Verfahren hatten drei Klägerinnen das Unkrautvernichtungsmittel Roundup für ihre Krebserkrankungen verantwortlich gemacht. Die Jury entschied in diesem Prozess gegen die Klägerinnen.
Zulassung und Studiendaten als weiterer Kontext
Zu den weiteren Unternehmensnachrichten gehört die Marktzulassung für Asundexian unter dem Namen Sunharbo in China. Sie gilt zur Verringerung des Schlaganfallrisikos bei Erwachsenen nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-TIA. Nach Angaben von Bayer handelt es sich um den weltweit ersten zugelassenen Faktor-XIa-Hemmer.
Vor gut einer Woche meldete Bayer zudem eine Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP zu Nubeqa. Die Kombination mit Androgendeprivationstherapie und Bestrahlung verringerte das Risiko für Metastasen oder Tod gegenüber Placebo statistisch signifikant um 58 %. Die mediane Nachbeobachtung betrug 3,8 Jahre.
Analysten mit unterschiedlichen Einstufungen
JPMorgan-Analyst Richard Vosser beließ Bayer am Montag auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 61 Euro. Er bewertete die Zwischenergebnisse der DASL-HiCaP-Studie mit Nubeqa positiv.
Jefferies-Analyst Michael Leuchten beließ seine Einstufung am Montag nach den Studiendaten dagegen auf „Hold“. Sein Kursziel betrug 46 Euro. Die Einschätzung bezog sich auf Darolutamid in Kombination mit Hormonentzugstherapie und Strahlentherapie.
Als nächster belegter Termin steht die Veröffentlichung der Geschäftszahlen an: Am 3. November 2026 veröffentlicht Bayer die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026.
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