Bayer Aktie: Operative Fortschritte, ruhige Märkte

Bayer erhält in Japan zwei wichtige Vertriebsgenehmigungen, während der Rückzug von Goldman Sachs weniger dramatisch ausfällt. Der Fokus liegt auf der bevorstehenden Roundup-Verhandlung vor dem US Supreme Court.

Bayer Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldman Sachs reduziert Beteiligung an Bayer
  • Zwei neue Medikamentenzulassungen in Japan
  • Wichtige Roundup-Verhandlung vor US-Gericht
  • Nettoverschuldung deutlich gesenkt

Goldman Sachs hat seinen Anteil an Bayer von 6,34 auf 4,13 Prozent gesenkt — doch der Rückzug ist weniger dramatisch, als er auf den ersten Blick wirkt. Von den ursprünglichen 6,34 Prozent entfielen lediglich 0,54 Prozentpunkte auf direkte Stimmrechte, der Rest lag in Finanzinstrumenten. Das spricht eher für Absicherungsstrategien als für einen fundamentalen Vertrauensverlust. Der Markt reagierte entsprechend nüchtern.

Japan-Zulassungen als konkreter Fortschritt

Substanzieller ist, was Bayer zuletzt aus Japan gemeldet hat. Das japanische Gesundheitsministerium erteilte gleich zwei Vertriebsgenehmigungen — darunter die weltweit erste Zulassung für das MRT-Kontrastmittel Ambelvist (Gadoquatrane), das 60 Prozent weniger Gadolinium pro Untersuchung benötigt als bisherige Präparate auf dem japanischen Markt. Zulassungsverfahren in den USA, China und der EU laufen bereits.

Zudem ist Eylea 8 mg nun für eine dritte Netzhautindikation in Japan zugelassen. Bayer erwartet, dass diese Variante bis 2026 rund 70 Prozent des gesamten Eylea-Portfolios ausmachen wird. Auch das Prostatakarzinom-Medikament Nubeqa wächst weiter: Über 200.000 Patienten werden weltweit behandelt, eine dritte Zulassung in China ist für 2026 geplant.

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Weichenstellungen im April und Mai

Die kommenden Wochen bringen mehrere wichtige Termine. Am 27. April beginnt die mündliche Verhandlung vor dem US Supreme Court: Es geht darum, ob die US-Umweltbehörde EPA alleinige Instanz für Warnhinweise auf Roundup-Produkten sein soll. Ein Urteil zugunsten Bayers könnte Tausende laufender Klagen zu Fall bringen — eine Entscheidung wird bis Juni erwartet. Am 12. Mai folgen die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026.

Auf der Bilanzseite hat Bayer die Nettoverschuldung bis Ende 2025 auf 29,8 Milliarden Euro gedrückt, ein Rückgang von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 peilt das Management ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 4,30 und 4,80 Euro an. Anstehende Vergleichszahlungen im Glyphosat-Komplex belasten den freien Cashflow jedoch weiterhin — die Bilanzverbesserung bleibt damit fragil, solange das Roundup-Kapitel nicht abgeschlossen ist.

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