Bayer Aktie: Pharma-Offensive nimmt Fahrt auf

Bayer strebt für seine Pharmasparte ab 2027 einstelliges Wachstum an und setzt auf neue Medikamente, um die Umsatzlücke nach dem Xarelto-Patentablauf zu schließen.

Bayer Aktie
Kurz & knapp:
  • Wachstumsziel für Pharmasparte ab 2027
  • Mehrere Zulassungen für neue Blockbuster-Medikamente
  • Xarelto-Patentablauf stellt 2026 auf die Probe
  • Ambitionierte Pipeline in Onkologie und Kardiologie

Die Leverkusener haben auf der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco klare Ansagen gemacht: Ab 2027 soll die Pharmasparte wieder im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Bis 2030 peilt Pharmachef Stefan Oelrich eine operative Marge von rund 30 Prozent an. Doch zunächst steht 2026 als entscheidendes Übergangsjahr bevor.

Der Konzern muss die Belastungen aus dem Patentablauf des Blutverdünners Xarelto verdauen – eine schmerzhafte Phase, die Anleger bereits seit Monaten nervös macht. Die Schonfrist läuft aus, jetzt müssen Taten folgen.

Blockbuster-Pipeline liefert erste Erfolge

Fünf zentrale Zulassungen weltweit hat Bayer allein im Jahr 2025 gesichert – ein Meilenstein, der die Wachstumsstrategie untermauert. Im Fokus steht dabei das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa (Darolutamid), das vom finnischen Partner Orion lizenziert wurde. Über 200.000 Patienten werden weltweit bereits behandelt, eine dritte Zulassung in China wird für 2026 erwartet.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?

Die Finnen sehen für Nubeqa ein Umsatzpotenzial von über einer Milliarde Euro pro Jahr. Zwei weitere Phase-III-Studien mit Ergebnissen in 2027 und 2028 sollen das Einsatzspektrum in früheren Krebsstadien erweitern. Das Medikament entwickelt sich zum globalen Verkaufsschlager und treibt das Onkologie-Geschäft an.

Kardio-Portfolio wird zum Umsatztreiber

In der Herz-Kreislauf-Medizin meldet Bayer ebenfalls Fortschritte. Die FDA und Japans Gesundheitsbehörde haben Kerendia (Finerenon) für Herzinsuffizienz-Patienten zugelassen. Die Europäische Kommission genehmigte zudem Beyonttra (Acoramidis) zur Behandlung einer seltenen Herzerkrankung.

Besonders spannend: Asundexian, ein einmal täglich einzunehmender Faktor-XIa-Hemmer, hat in der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE seine primären Endpunkte erreicht. Jährlich erleiden weltweit rund 12 Millionen Menschen einen Schlaganfall, jeder Fünfte davon einen zweiten innerhalb von fünf Jahren. Die FDA hat Asundexian bereits den Fast-Track-Status verliehen – ein klares Signal für Blockbuster-Potenzial.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?

Frauengesundheit: Lynkuet setzt neue Maßstäbe

Ein weiterer Paukenschlag: Die EU-Zulassung für Lynkuet (Elinzanetant) zur Behandlung von Hitzewallungen in den Wechseljahren. Es ist die einzige hormonfreie Therapie in Europa, die sowohl menopausale als auch durch Brustkrebstherapie verursachte Beschwerden adressiert. Vier erfolgreiche Phase-III-Studien bilden die Grundlage.

Kann die Pipeline den Xarelto-Verlust auffangen?

Die entscheidende Frage bleibt: Reicht das neue Portfolio aus, um die Umsatzlücke zu schließen, die Xarelto hinterlässt? 2026 wird zum Lackmustest. Oelrich setzt auf eine modular aufgestellte Pipeline in Onkologie, Kardiologie, Neurologie und Immunologie. Mit AB-1002, einer Gen-Therapie für Herzinsuffizienz, und weiteren experimentellen Wirkstoffen in frühen Phasen zeigt sich Bayer ambitioniert.

Die Investoren erwarten nach Jahren der Zurückhaltung nun konkrete Resultate. Die strategische Neuausrichtung steht und fällt mit der Umsetzung in den kommenden zwei Jahren.

Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Bayer Jahresrendite