Bayer Aktie: Plötzlicher Stimmungswechsel

Die DZ Bank hebt ihre Bewertung für Bayer auf Halten an und sieht eine bessere Kalkulierbarkeit der Glyphosat-Risiken. Die operative Erholung wird durch starkes Wachstum des Medikaments Kerendia gestützt.

Bayer Aktie
Kurz & knapp:
  • DZ Bank hebt Empfehlung auf Halten und Kursziel
  • Kerendia-Umsätze steigen um fast 93 Prozent
  • Anhörungen vor US Supreme Court Ende April
  • Konzernziel für EBITDA 2026 bleibt intakt

Jahrelang galt der Leverkusener Konzern aufgrund unkalkulierbarer Rechtsrisiken als rotes Tuch für viele Investoren. Nun vollzieht ausgerechnet einer der bisherigen Pessimisten eine bemerkenswerte Kehrtwende. Die DZ Bank gibt ihre Verkaufsempfehlung auf und lenkt den Blick auf die operativen Fortschritte – ein Signal, das die ohnehin laufende Erholung der Papiere fundamental untermauern könnte.

Die Analysten der DZ Bank haben ihre Einstufung auf „Halten“ angehoben und das Kursziel von 42 auf 44 Euro heraufgesetzt. Hauptgrund für den Sinneswandel ist eine verbesserte Kalkulierbarkeit der Glyphosat-Rechtsrisiken. Der Markt hatte eine solche Entspannung offenbar bereits eingepreist. Mit einem Schlusskurs von 40,12 Euro am Freitag verzeichnet das Papier auf Sicht von zwölf Monaten bereits einen massiven Wertzuwachs von knapp 101 Prozent.

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Pharma-Sparte liefert ab

Während sich der juristische Nebel allmählich lichtet, rückt das operative Geschäft wieder stärker in den Vordergrund. Besonders das Medikament Kerendia entwickelt sich zu einem handfesten Wachstumstreiber. Nach einer erweiterten EU-Zulassung für Herzinsuffizienz öffnet sich ein Markt von schätzungsweise 7,5 Millionen potenziellen Patienten. Bereits im vierten Quartal 2025 schossen die Erlöse des Präparats um fast 93 Prozent auf 264 Millionen Euro nach oben. Langfristig peilt das Management hier Spitzenumsätze von drei Milliarden Euro jährlich an. Auch das konzernweite EBITDA-Ziel für 2026 bleibt mit 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro intakt.

Allerdings bleibt die finanzielle Realität angespannt. Die juristischen Altlasten fordern weiterhin einen enormen Tribut. Für das laufende Jahr plant Leverkusen einen deutlich negativen freien Cashflow. Allein für Zahlungen im Zusammenhang mit Glyphosat-Klagen werden voraussichtlich rund fünf Milliarden Euro abfließen. Erschwerend kommt eine Nettoverschuldung hinzu, die sich Ende 2025 auf knapp 30 Milliarden Euro belief.

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Richtungsweisende Wochen

In der nahen Zukunft stehen für Aktionäre mehrere konkrete Termine im Kalender, die neue Impulse liefern werden:

  • 24. April 2026: Virtuelle Hauptversammlung mit geplanten Neuwahlen im Aufsichtsrat.
  • 27. April 2026: Ex-Dividenden-Datum für die vorgeschlagene Ausschüttung von 0,11 Euro je Aktie.
  • Ende April 2026: Anhörungen vor dem US Supreme Court zu den Glyphosat-Haftungsrisiken.
  • 12. Mai 2026: Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das erste Quartal.

Besonders die anstehenden Anhörungen vor dem US Supreme Court Ende April bilden den nächsten harten Lackmustest für die Aktie. Liefern die Richter Signale für eine endgültige Begrenzung der Haftungsrisiken, würde dies die These der Analysten bestätigen und den Weg für einen klaren Fokus auf die operative Erholung des Konzerns freimachen.

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