Minus 2,15 % stehen aktuell für die Aktie von Bayer auf den Kurstafeln. 48,90 Euro zeigen die Kursdaten an. Die Notierungen befinden sich damit dennoch weiterhin in einer starken Verfassung.
Ausgehend vom Zwischenhoch von 53,36 Euro Anfang Juli hat die Aktie zwar gut fünf Euro nachgegeben. Die Bilanz über einen längeren Zeitraum bleibt jedoch positiv. In den zurückliegenden vier Wochen ist der Kurs insgesamt um rund 32 % gestiegen. Das bedeutet, dass sich die Aktie weiterhin klar im Aufwärtstrend befindet.
Bayer profitiert, so die Analysten
Die Analysten sind derzeit der Meinung, dass die Aktie nach wie vor unterbewertet ist. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell bei 54,90 Euro. Daraus ergibt sich, ausgehend von den derzeitigen Börsennotierungen, ein Potenzial von gut 13 %.
Am heutigen Tag hat das Unternehmen zudem eine kleinere Nachricht veröffentlicht. Dabei geht es um Hybridweizensaatgut. Bayer möchte dieses Geschäft in Europa und Nordamerika in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Zu diesem Zweck wurde eine exklusive Lizenzvereinbarung mit dem französischen Unternehmen RAGT abgeschlossen. Die Partnerschaft soll die Saatgutkompetenz von RAGT mit den eigenen Züchtungskapazitäten von Bayer verbinden. Davon verspricht sich das Unternehmen insbesondere in Europa eine deutliche Stärkung.
Bayer sieht Hybridweizen als ein großes, bislang jedoch weitgehend ungenutztes Potenzial für eine der weltweit wichtigsten Nahrungspflanzen. In den kommenden knapp 20 Jahren soll der Jahresumsatz in diesem Segment auf bis zu eine Milliarde Euro steigen. Die Markteinführung ist für die frühen 2030er Jahre vorgesehen. Damit eröffnet sich für Bayer neben den anhaltenden Diskussionen um Glyphosat ein weiteres langfristiges Geschäftsfeld.
Kurzfristig richtet sich der Blick allerdings auf die Geschäftsentwicklung. Anfang August werden die Halbjahreszahlen veröffentlicht. Konkret wird Bayer am 4. August berichten. Dann dürfte sich zeigen, wie sich die Entwicklungen rund um die Glyphosat-Verfahren in den USA, die Rückstellungen sowie die neuen Geschäftsfelder bislang auf das Unternehmen ausgewirkt haben.
Analysten gehen weiterhin davon aus, dass die Aktie deutlich steigen kann. Entsprechend bleiben die Kursziele auf einem vergleichsweise hohen Niveau.
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