Bayer Aktie: Technisch unter Druck

Die Bayer-Aktie notiert deutlich unter wichtigen technischen Niveaus, belastet von geopolitischen Risiken und hoher Verschuldung, während positive Studiendaten aus der Pharmasparte Hoffnung geben.

Bayer Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie verliert fast ein Viertel seit Jahreshoch
  • Geopolitische Spannungen belasten Agrarsparte
  • Positive Phase-III-Daten für Nierenmedikament
  • Erwarteter negativer Cashflow durch US-Vergleiche

Starke Studiendaten auf der einen Seite, ein gebrochener charttechnischer Trendkanal und geopolitische Risiken auf der anderen — bei Bayer prallen gerade gegensätzliche Kräfte aufeinander. Die Aktie schloss die Woche bei 37,65 Euro, rund 17 Prozent tiefer als noch vor einem Monat.

Charttechnik sendet Warnsignal

Der Rücksetzer hat die 100-Tage-Linie nach unten durchbrochen. Das Papier notiert damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 42,80 Euro — ein Niveau, das zuletzt als Unterstützung galt. Seit dem 52-Wochen-Hoch Mitte Februar bei 49,17 Euro hat die Aktie fast ein Viertel ihres Wertes eingebüßt. Der RSI liegt bei 20, was technisch als überverkauft gilt, aber nicht zwingend eine Trendwende signalisiert.

Geopolitik trifft Agrarsparte

Die Eskalation im Persischen Golf belastet zusätzlich. Berichten zufolge haben die Auseinandersetzungen rund um die Straße von Hormus die Preise für Stickstoff und Ammoniak sprunghaft steigen lassen. Für die Crop-Science-Sparte bedeutet das gestiegene Energiekosten und mögliche Lieferkettenprobleme. Das Management sieht zwar bislang keine großflächigen direkten Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen — doch die Unsicherheit bleibt.

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Pharma liefert, Cashflow belastet

Aus der Pharmasparte kommen positive Signale. Die Phase-III-Studie FIND-CKD für Finerenon erreichte ihren primären Endpunkt bei Patienten mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung. Dem Wirkstoff wird erhebliches Umsatzpotenzial zugeschrieben, was beim Ausgleich auslaufender Patente helfen könnte.

Allerdings wiegt die Schuldenlast schwer. Die Nettofinanzverschuldung liegt bei knapp 29,8 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet Bayer aufgrund anstehender Vergleichszahlungen in den US-Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat und PCB einen negativen freien Cashflow zwischen minus 1,5 und minus 2,5 Milliarden Euro.

Zwei Termine markieren die nächsten Wegmarken: Am 24. April findet die Hauptversammlung statt, auf der über eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie abgestimmt wird. Am 12. Mai folgen die Zahlen zum ersten Quartal — dann wird sich zeigen, ob die Pharma-Pipeline die operativen Belastungen zumindest teilweise kompensieren kann.

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