Drei Termine in zehn Tagen — und die Bayer-Aktie steht dabei an einer technisch heiklen Stelle. Der Kurs pendelt knapp über 41 Euro, rund 17 Prozent unter dem Februar-Hoch. UBS-Analyst Matthew Weston sieht das als Einstiegschance und bekräftigt seine „Buy“-Empfehlung mit Kursziel 52 Euro — ein implizites Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent.
Seine Erwartungen an den Quartalsbericht Mitte Mai liegen auf Konsensniveau. Das Votum hatte UBS bereits im März ausgegeben, als sie das Kursziel von 48 auf 52 Euro anhob und die Aktie hochstufte.
Pharma als Stabilisator
Im Pharmasegment laufen die wichtigsten Wachstumstreiber besser als erwartet. Nubeqa und Kerendia übertreffen die Markterwartungen, und mit Asundexian sowie Lynkuet warten zwei weitere Produkte auf die Markteinführung. Letztere könnten mittelfristig spürbar zum Wachstum beitragen.
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Die operative Entwicklung steht damit im Kontrast zur finanziellen Belastung: Bayer erwartet für 2026 einen negativen freien Cashflow, weil Auszahlungen aus laufenden Rechtsstreitigkeiten das Ergebnis drücken. Die Nettoverschuldung lag Ende 2025 bei 29,8 Milliarden Euro — immerhin 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Juristische Weichenstellung am 27. April
Das eigentliche Schwergewicht der kommenden Wochen ist der Supreme Court. Am 27. April beginnen die mündlichen Verhandlungen über den Glyphosat-Vergleich, den Richter Timothy J. Boyer im März vorläufig genehmigt hatte. Das Volumen: 7,25 Milliarden US-Dollar, gedacht zur Beilegung bestehender und künftiger Non-Hodgkin-Lymphom-Klagen. Kläger können bis zum 4. Juni aus dem Vergleich aussteigen.
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Für Bayer ist eine günstige Entscheidung keine Nebensache — das Management hat 2027 als potenziellen Wendepunkt für die finanzielle Erholung bezeichnet. Kein Wunder, dass die Analystenstimmung reagiert: Die DZ Bank drehte über das Wochenende von „Sell“ auf „Hold“ und hob den fairen Wert auf 44 Euro an.
Hauptversammlung und Q1-Zahlen folgen
Drei Tage vor der Supreme-Court-Anhörung treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung am 24. April. Auf der Agenda stehen eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie sowie die Wahl zweier neuer Aufsichtsratsmitglieder.
Am 12. Mai folgen dann die Q1-Zahlen. Weston erwartet Ergebnisse auf Konsensniveau — der Fokus dürfte auf den Pharma-Wachstumstreibern liegen, aber auch auf möglichen Auswirkungen des Iran-Kriegs auf das Agrarchemiegeschäft. Für das Gesamtjahr peilt Bayer währungsbereinigte Umsätze von 45 bis 47 Milliarden Euro und ein EBITDA vor Sonderposten von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro an. Ob die Ergebnisse diese Spanne stützen, wird maßgeblich davon abhängen, wie der Supreme Court entscheidet.
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