Mehr als 7 Mrd. Dollar legt Bayer für eine mögliche Einigung im Glyphosat-Komplex zurück. Der Konzern treibt damit aktiv eine Lösung in einem der größten Rechtsstreitigkeiten seiner Geschichte voran. Ziel ist ein Vergleich mit Geschädigten, der künftige Verfahren begrenzt. Doch noch fehlt die Zustimmung eines Gerichts. Solange dieses Urteil aussteht, kalkuliert der Markt mit einem Restrisiko.
Bayer: Sind hier noch Risiken zu sehen?
Erschwerend oder erleichternd dazu rückt der 25. Februar in den Mittelpunkt. An diesem Tag präsentiert Bayer die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Marktteilnehmer erwarten konkrete Aussagen zur Ergebnisentwicklung und zur finanziellen Tragfähigkeit der gebildeten Rückstellungen. Analysten verweisen in ihren Modellen auf Kursregionen um 50 Euro, sofern die operative Entwicklung die Erwartungen stützt.
Vor diesem Hintergrund wirkt der Kursrückgang am Montag wie eine Zwischenbewegung. Am Ende verlor die Aktie rund -2,04 % und notierte bei 42,78 Euro. Das Papier hatte zuvor deutlich zugelegt und befindet sich sicher noch im Aufwärtstrend. Nur heute ticken die Uhren deutlich anders.
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Zusätzlichen Druck erzeugt die Diskussion um neue US-Zölle. Donald Trump bringt einen weltweiten Zollsatz von 15 % ins Spiel. Diese Ankündigung schürt Sorgen über steigende Handelskosten. Auch wenn Bayer keine unmittelbaren Auswirkungen beziffert, reagiert der Markt vorsorglich. Exportorientierte Unternehmen geraten in solchen Phasen schnell unter Verkaufsdruck.
Charttechnisch bleibt die Lage geordnet. Der Aufwärtstrend besteht weiterhin. Die aktuelle Notierung bewegt sich klar oberhalb wichtiger Unterstützungszonen. Der Rückgang verändert die übergeordnete Struktur bislang nicht. Händler beobachten vor allem, ob das Papier die Zone um 43 Euro verteidigt.
Letztlich hat sich wenig bis auf die Trump-Ausfälle verändert. Die Aktie hat noch immer einen Lauf. Die Schätzungen nach oben haben absolut ihren Grund!
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