Am 27. April verhandelt der US Supreme Court über eine Frage, die Bayer seit Jahren beschäftigt: Verdrängt Bundesrecht die staatlichen Haftungsklagen im Glyphosat-Komplex? Rund 65.000 anhängige Klagen hängen an dieser Entscheidung.
Bayer argumentiert, das US-Bundesgesetz FIFRA schließe staatliche Warnpflichten für Glyphosat-Produkte aus. Folgt das Gericht dieser Linie, verlieren zehntausende Roundup-Klagen ihre rechtliche Grundlage. Die Trump-Administration hat sich bereits auf Bayers Seite gestellt. Generalstaatsanwälte aus 18 Bundesstaaten — darunter Texas und Florida — haben Schriftsätze zur Verteidigung staatlicher Souveränität eingereicht.
Finanzielle Last seit der Monsanto-Übernahme
Die Zahlen verdeutlichen den Druck. Bayer hält Rückstellungen von 11,8 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten, überwiegend für Roundup. Allein 2026 rechnet der Konzern mit Mittelabflüssen von rund fünf Milliarden Euro — genug, um den freien Cashflow deutlich ins Negative zu drücken.
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Parallel treibt Bayer ein Vergleichspaket über 7,25 Milliarden Dollar voran. In Missouri hat es eine vorläufige Genehmigung erhalten. Kläger können sich bis zum 4. Juni zurückziehen.
Hauptversammlung und neuer Aufsichtsrat
Drei Tage vor der Anhörung hielt Bayer seine Hauptversammlung ab. CEO Bill Anderson gab sich zuversichtlich: „Wir haben große Fortschritte gemacht, aber die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen.“ Für 2026 erwartet er ein „insgesamt solides Jahr, das gut begonnen hat.“
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Das Kontrollgremium bekommt zwei neue Kapitalvertreter. Marcel Smits, ehemaliger CFO und Strategiechef von Cargill, bringt Expertise in globalen Lieferketten mit. Alfred Stern, noch amtierender CEO von OMV, ergänzt das Gremium mit Erfahrung in Unternehmensführung und Nachhaltigkeit. Sie ersetzen Paul Achleitner und Colleen Goggins.
Kurs unter Druck, Anhörung als Katalysator
Die Aktie schloss am Freitag bei 38,50 Euro — ein Minus von knapp vier Prozent auf Tagesbasis. Auf Wochensicht verlor sie mehr als sechs Prozent und notiert damit rund fünf Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 49,17 Euro ist sie inzwischen gut 20 Prozent entfernt.
Auffällig: Der Ex-Dividenden-Tag fällt exakt auf den 27. April — denselben Tag wie die Supreme-Court-Anhörung. Eine Entscheidung des Gerichts wird bis Juni 2026 erwartet. Die Q1-Zahlen folgen im Mai und werden zeigen, ob Andersons Optimismus operative Substanz hat.
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