Bayer: Goldman Sachs hebt Ziel auf 55 EUR

Trotz angehobener Kursziele von Goldman Sachs und anderen Banken notiert die Bayer-Aktie deutlich unter ihrem Hoch. Die ungelösten Glyphosat-Klagen belasten weiterhin die Bewertung.

Bayer Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie technisch als überverkauft eingestuft
  • Goldman Sachs hebt Kursziel auf 55 Euro an
  • Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten trüben Prognosen
  • Quartalsbericht am 12. Mai als nächster Test

Bayer notiert rund 19 Prozent unter seinem Februarhoch — und das, obwohl Goldman Sachs sein Kursziel gerade erst angehoben hat. Dieser Widerspruch zwischen Analystenoptimismus und Kurswirklichkeit prägt die Stimmung rund um die Aktie.

Der Schlusskurs vom Dienstag lag bei 39,97 Euro, knapp unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 40,90 Euro. Mit einem RSI von 23,3 gilt die Aktie technisch als klar überverkauft — ein Niveau, das zuletzt selten erreicht wurde. Im Jahresverlauf steht dennoch ein Plus von gut fünf Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar ein Kursanstieg von rund 85 Prozent vom Tief bei 21,66 Euro.

Bewertung im Peer-Vergleich belastet

Ein strukturelles Problem bleibt die Bewertung. Bayer wird für 2026 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20,7 gehandelt — teurer als Gilead Sciences (KGV 20,2), aber günstiger als Amgen (24,9). Die Einordnung allein erklärt die Zurückhaltung nicht. Entscheidender ist, dass die ungelösten Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten die Ergebnisvisibilität trüben und eine verlässliche Gewinnprognose erschweren.

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Wer auf Bayer setzt, wettet also auch darauf, dass die juristische Unsicherheit irgendwann bepreist ist — oder sich auflöst.

Analysten sehen Aufwärtspotenzial

Kurz vor dem Quartalsbericht haben mehrere Häuser ihre Einschätzungen bekräftigt oder angepasst:

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  • Goldman Sachs: Kursziel 55,00 Euro (Buy), angehoben am 20. April 2026
  • UBS: Kursziel 52,00 Euro (Buy)
  • JPMorgan: Kursziel 50,00 Euro (Overweight)
  • Deutsche Bank Research: Kursziel 43,00 Euro (Hold)

Der Analysten-Konsens liegt bei einem mittleren Kursziel von 47,63 Euro — das entspräche einem Aufwärtspotenzial von knapp 20 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. Goldman Sachs erwartet, dass die Q1-Zahlen die bisherigen Marktschätzungen übertreffen könnten.

Quartalsbericht als nächster Prüfstein

Am 12. Mai legt Bayer den Bericht zum ersten Quartal 2026 vor. Der Markt erwartet für das Gesamtjahr ein Ergebnis je Aktie von durchschnittlich 4,25 Euro. Im vierten Quartal 2025 hatte das Unternehmen bereits positiv überrascht: Das EPS von 0,62 Euro übertraf die Erwartungen deutlich, obwohl der Umsatz mit 11,44 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert lag.

Ob die Q1-Zahlen den Kurs aus seiner technischen Schwächezone herausführen, hängt vor allem davon ab, wie das Unternehmen die Glyphosat-Risiken kommuniziert — und ob die operative Entwicklung die Bewertungsprämie gegenüber Peers rechtfertigt.

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