Bayer: Kerendia bestätigt Phase-III-Erfolg

Positive Phase-III-Daten zu Kerendia stärken Bayers Pharmageschäft, während Rechtslasten den Gesamtkonzern weiter belasten.

Bayer Aktie
Kurz & knapp:
  • Kerendia überzeugt in großer Nierenstudie
  • Zulassungserweiterung für Nicht-Diabetiker geplant
  • Xarelto-Umsatzrückgang belastet weiterhin
  • Quartalszahlen am 12. Mai im Fokus

Vier positive Phase-III-Studien in Folge — das klingt nach einem echten Wendepunkt. Während die Rechtslasten Bayer weiterhin tief in die roten Zahlen drücken, sendet die Pharmasparte zunehmend konstruktive Signale. Der nächste Beweis folgt am 12. Mai.

Kerendia auf Expansionskurs

Der jüngste Studiengewinn betrifft die FIND-CKD-Studie: Kerendia (Finerenone) verbesserte bei erwachsenen Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ohne Diabetes den Rückgang der Nierenfunktion statistisch signifikant gegenüber Placebo. Mit mehr als 1.500 Patienten ist es die bislang größte Phase-III-Studie in dieser Indikation. Bayer plant, die Daten bei der FDA einzureichen, um die Zulassung auf nicht-diabetische Patienten auszuweiten.

Das ist keine kleine Nische. CKD ohne Diabetes ist ein erheblich größerer Adressierungsmarkt als die bisherige Zulassung — und die Zulassungsanträge für eine weitere Indikation, Herzinsuffizienz, laufen in der EU und China bereits.

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Xarelto-Druck und die Wachstumslücke

Das strukturelle Problem bleibt bekannt: Xarelto verlor 2025 rund ein Drittel seines Umsatzes auf 2,34 Milliarden Euro, Eylea leidet unter Biosimilar-Konkurrenz. Pharmachef Stefan Oelrich hat auf der JP-Morgan-Healthcare-Konferenz das Ziel ausgegeben, die Sparte bis 2027 wieder auf mittleres einstelliges Wachstum zu bringen — getragen von Nubeqa, Kerendia, Beyonttra und Lynkuet.

Die Prognose für 2026 steht: bereinigtes EBITDA zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro, währungsbereinigte Nettoumsätze von 45 bis 47 Milliarden Euro. Das Management hat sie zuletzt bestätigt. Allerdings erwartet Bayer für 2026 einen negativen Free Cash Flow — Rechtsauszahlungen von rund fünf Milliarden Euro lasten schwer. Im Geschäftsjahr 2025 summierten sich Sonderaufwendungen für Rechtsstreitigkeiten auf 6,2 Milliarden Euro, das Konzernergebnis landete bei minus 3,6 Milliarden Euro.

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Kurs unter Druck, Quartalsbericht naht

Die Aktie notiert bei rund 36,50 Euro — etwa 26 Prozent unterhalb des Februarhochs von 49,17 Euro, und in den vergangenen sieben Tagen hat sie weitere 9 Prozent verloren. Das zeigt, wie dünn die Geduld der Investoren ist, wenn operative Fortschritte von Rechtsunsicherheiten überlagert werden.

Am 12. Mai legt Bayer den Quartalsbericht für Q1 2026 vor. Dieser wird erstmals zeigen, wie sich Kerendia, Nubeqa und die anderen neuen Wachstumsträger in einem vollständigen Quartal geschlagen haben — und ob die bestätigte Jahresprognose auf einem soliden Fundament steht.

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