Bayer setzt in Chicago ein Ausrufezeichen. Während Rechtsstreitigkeiten den Konzern belasten, liefern neue Studiendaten zum Krebsmittel NUBEQA positive Impulse. Die Ergebnisse lenken den Fokus zurück auf die Pharma-Pipeline.
Vorsprung bei kognitiver Sicherheit
In der Phase-II-Studie ARACOG schnitt das Medikament NUBEQA deutlich besser ab als das Konkurrenzmittel Enzalutamid. Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs zeigten unter der Bayer-Medikation eine stabilere kognitive Leistung. Nach 24 Wochen sank die geistige Fitness in der NUBEQA-Gruppe um 15,8 Prozent.
Die Vergleichsgruppe verzeichnete hingegen einen Rückgang von 36,1 Prozent. Dieser Unterschied ist statistisch signifikant. Besonders bei der Gedächtnisleistung und der Bewältigung von Alltagsaufgaben punktete das Bayer-Präparat.
Strategischer Fokus auf Onkologie
Bayer präsentierte auf der ASCO-Jahrestagung insgesamt 16 Beiträge zu verschiedenen Krebsarten. Das Unternehmen baut seine Präsenz in der Onkologie konsequent aus. NUBEQA ist in den USA bereits für zwei Formen von Prostatakrebs zugelassen.
Operativ zeigt sich der Konzern widerstandsfähig. Im ersten Quartal stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um neun Prozent auf 4,45 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz erreichte dabei 13,4 Milliarden Euro.
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Diese operativen Fortschritte treffen auf ein Marktumfeld, das weiterhin von rechtlichen Risiken geprägt ist. Dennoch rückt die fundamentale Bewertung der Pharma-Sparte wieder stärker in den Mittelpunkt.
Die Aktie notiert aktuell bei 10,55 US-Dollar. Seit Jahresbeginn verlor das Papier knapp fünf Prozent an Wert. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 14,40 US-Dollar bleibt beträchtlich.
Dieser Abstand beläuft sich auf über 26 Prozent. Die erfolgreichen Studiendaten gelten am Markt als notwendiger Baustein für die mittelfristige Erholung.
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