Der Konzernumbau bei Bayer zeigt erste Erfolge, die Aktionäre bleiben unruhig. Zur Hauptversammlung am Freitag forderten Großinvestoren weitreichende strategische Entscheidungen von Vorstandschef Bill Anderson. Der Markt reagiert nervös. Die Aktie rutschte zum Wochenschluss um gut vier Prozent auf 38,50 Euro ab. Damit fiel der Kurs unter die wichtige 50-Tage-Linie.
Großaktionäre erhöhen das Tempo
Vertreter von Deka, DWS und Union Investment lobten die operativen Fortschritte. Die Erwartungshaltung steigt indes spürbar an. Deka-Experte Ingo Speich bezeichnet das laufende Jahr als entscheidend für das Unternehmen. Er fordert, die Konzernstruktur ergebnisoffen zu prüfen. Vor allem, sobald die juristischen Altlasten geregelt sind.
Union Investment stützt dagegen Andersons aktuellen Kurs. Die Fondsgesellschaft will die Sparte für rezeptfreie Medikamente vorerst nicht abspalten. Trotz der Kritik entlasten die Großaktionäre den Vorstand für das abgelaufene Jahr.
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Bayer hat seine Ziele für das abgelaufene Jahr erreicht. Der Umsatz lag bei 45,6 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 4,91 Euro. Parallel dazu senkte der Konzern seine Schulden auf knapp 30 Milliarden Euro.
Der Umbau fordert seinen Tribut. Seit Beginn der Neuausrichtung strich das Management rund 14.000 Stellen. Allein im vergangenen Jahr fielen 4.700 Arbeitsplätze weg. Den weiteren Sparkurs begleitet bald ein neues Gesicht. Dr. Judith Hartmann übernimmt Anfang Juni das Finanzressort von Wolfgang Nickl.
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Supreme Court und Quartalszahlen im Fokus
Die neue Handelswoche bringt gleich mehrere wichtige Termine. Am morgigen Montag hört der US Supreme Court den Fall Durnell an. Aktionäre hoffen auf ein Signal, um die milliardenschweren Glyphosat-Klagen rasch beizulegen. Anderson will die rechtlichen Risiken bis Ende 2026 deutlich eindämmen.
Ebenfalls am Montag notiert die Bayer-Aktie ex-Dividende. Die Auszahlung ist für Mittwoch geplant.
Der nächste fundamentale Gradmesser steht kurz darauf im Kalender. Am 12. Mai veröffentlicht der Vorstand die Zahlen für das erste Quartal. Für das Gesamtjahr peilt Bayer ein operatives Ergebnis zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro an.
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