Die Ökostromtochter BayWa r.e. entwickelt sich zum Albtraum für die ohnehin angeschlagene BayWa AG. Am Montagabend warnte der Vorstand in einer Pflichtmitteilung vor „wesentlichen Abweichungen“ von der Geschäftsplanung der Tochter. Die Folge: Der geplante Verkauf der r.e. bis Ende 2028 dürfte deutlich weniger Geld einbringen als kalkuliert.
Das Problem liegt tiefer, als es auf den ersten Blick scheint. Die BayWa hatte fest mit den Erlösen aus dem r.e.-Verkauf gerechnet, um die Refinanzierung des Konzerns nach Abschluss der Sanierung sicherzustellen. Nun muss der Vorstand vorsorglich mit den wichtigsten Kreditgebern und Hauptaktionären verhandeln. Die Aktie stürzte am Dienstag zeitweise um fast 8 Prozent auf 3,27 Euro ab.
Trump und Europa bremsen das Geschäft
Was ist schief gelaufen? Die BayWa r.e., die Wind- und Solarparks plant und baut, kämpft auf beiden Seiten des Atlantiks mit Gegenwind. In den USA hatte Präsident Trump im Juli 2024 sämtliche Steuervorteile für erneuerbare Energien gestrichen – ein direkter Schlag für das Geschäftsmodell. Gleichzeitig verlangsamt sich der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie in mehreren europäischen Ländern spürbar.
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Konkrete Zahlen nannte der Vorstand nicht. Doch die Tatsache, dass er die Banken und Großaktionäre einschaltet, spricht Bände. Immerhin: Direkte Auswirkungen auf die Finanzlage der BayWa AG bleiben vorerst aus, da die r.e. ohnehin kein Geld an die Mutter abführen sollte. Der Jahresabschluss könnte sich allerdings verzögern.
Eine Wette, die nicht aufging
Die BayWa steckt seit 2024 tief in der Krise. Über 5 Milliarden Euro Bankschulden hatte das Münchner Unternehmen bei seiner missglückten internationalen Expansion angehäuft. Der Vorstoß ins Ökostromgeschäft sollte zusätzliche Erlöse bringen – stattdessen wurde er zum Mühlstein. 2024 verbuchte der Konzern 1,6 Milliarden Euro Verlust, zu einem erheblichen Teil wegen der r.e.
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Die Tochter ist nicht einmal vollständig im Konzern: Der Schweizer Investor EIP hält 49 Prozent, die BayWa 51 Prozent. Eigentlich sollte der BayWa-Anteil bereits im Frühjahr 2025 auf 35 Prozent schrumpfen – doch der geplante Verkauf an EIP scheiterte.
Jetzt steht die Frage im Raum: Kann die BayWa ihre Sanierung überhaupt noch stemmen? Der Vorstand gibt sich zuversichtlich. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache.
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