Der Münchner Agrarhandelskonzern kämpft an zwei Fronten ums Überleben. Während das Management verzweifelt Lücken stopft, formiert sich massiver juristischer Widerstand. Eine offizielle BaFin-Rüge liefert Aktionären nun die Munition für weitreichende Klagen.
Juristische Schlinge zieht sich zu
Die Finanzaufsicht stellte fest, dass BayWa im Lagebericht 2023 wesentliche Refinanzierungsrisiken verschwieg. Darauf stützt die Kanzlei TILP ihre geplanten Schadensersatzklagen. Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft München I gegen Ex-CEO Marcus Pöllinger. Der Vorwurf lautet Untreue. Auch die Wirtschaftsprüfer von PwC geraten ins Visier. Sie hatten für das Krisenjahr 2023 ein uneingeschränktes Testat erteilt.
Milliardenlücke und blockierte Verkäufe
Finanziell fehlen dem Konzern aktuell 2,7 Milliarden Euro für die Sanierung. Der ehemals zentrale Verkauf der Energietochter BayWa r.e. scheiterte komplett. Nun sollen kleinere Deals dringend benötigte Liquidität bringen. Bis Ende April fließen aus dem Verkauf der Cefetra-Tochter insgesamt 107 Millionen Euro.
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Zusätzlich beauftragte die profitable Apfel-Tochter T&G Global die Investmentbank Goldman Sachs mit einem möglichen Verkauf. Hier bremst indes eine Hongkonger Minderheitsaktionärin den Prozess. Zudem bezweifeln Marktbeobachter, dass die erwarteten 300 Millionen Euro das fundamentale Grundproblem lösen.
Banken haben das letzte Wort
Das Schicksal des Unternehmens liegt letztlich bei den Gläubigern. DZ Bank und HVB müssen das Stillhalteabkommen bis Herbst 2026 verlängern. Ohne diese Zustimmung verliert der StaRUG-Insolvenzplan seine rechtliche Basis.
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Aktionäre agieren derweil völlig ohne belastbare Zahlen. Ein testierter Jahresabschluss für 2025 folgt frühestens im vierten Quartal 2026. Die extreme Unsicherheit drückt den Kurs massiv nach unten. Seit Jahresanfang verlor das Papier 21,19 Prozent und notiert aktuell bei 13,20 Euro.
Das langfristige Ziel des Vorstands steht fest. Bis 2028 soll der Umsatz auf zehn Milliarden Euro schrumpfen. Die Entscheidung über dieses harte Rumpf-Szenario fällt in den kommenden Monaten ausschließlich hinter den verschlossenen Türen der Kreditinstitute.
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