Der Verkauf der Cefetra-Tochter bringt frisches Geld, doch die Freude währt kurz. Ausgerechnet das Herzstück der Rettung, die Energietochter BayWa r.e., schwächelt massiv. Kann der Konzern das Ruder noch herumreißen oder droht das Scheitern des gesamten Plans?
Verkauf lindert Schuldenlast
Der Agrarkonzern hat den Verkauf der Cefetra Group B.V. finalisiert. Zwar fließen direkt nur 125 Millionen Euro, doch der eigentliche Hebel liegt in der Bilanzstruktur. Durch die Entkonsolidierung verschwinden über 600 Millionen Euro an Bankverbindlichkeiten aus den Büchern. Insgesamt konnte der Schuldenberg seit 2025 um rund 1,3 Milliarden Euro abgetragen werden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BayWa?
Energietochter als Problemfall
Trotz dieses Teilerfolgs klafft im Sanierungsplan eine Lücke von 2,7 Milliarden Euro bis zum Zieljahr 2028. Das Hauptproblem: Der geplante Verkauf von Anteilen an der BayWa r.e. sollte ursprünglich zwei Milliarden Euro einbringen, doch dieses Kalkül geht derzeit nicht auf.
Das Geschäft des Projektentwicklers ist eingebrochen. Verschlechterte Rahmenbedingungen in den USA und Europa zwangen den Vorstand bereits im Februar, wesentliche Planabweichungen einzuräumen. Da der US-Markt 2024 für den größten Absatz sorgte, trifft die dortige regulatorische Vollbremsung das Unternehmen hart.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BayWa?
Konsequenzen für Führung und Bilanz
Die operative Schieflage hat weitreichende Folgen. Der Jahresabschluss 2025 verzögert sich, und Gespräche mit den Finanzierungspartnern über Anpassungen laufen bereits. Parallel baut der Konzern die Spitze um: CEO Dr. Frank Hiller scheidet im Juli 2026 aus, auch im Aufsichtsrat räumen mehrere Mitglieder ihre Plätze. Künftig gelten strengere Regeln, Geschäfte ab 50 Millionen Euro benötigen nun die Zustimmung der Kontrolleure.
Der Fokus richtet sich jetzt auf den Verkauf der neuseeländischen Tochter T&G Global, der Insidern zufolge rund 300 Millionen Euro bringen soll. Die entscheidende Wegmarke ist jedoch der 26. März 2026: Die anstehenden Zahlen für das vierte Quartal werden zeigen, ob die Bewertung der Energiesparte das ambitionierte Entschuldungsziel von vier Milliarden Euro überhaupt noch zulässt.
BayWa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BayWa-Analyse vom 4. März liefert die Antwort:
Die neusten BayWa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BayWa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BayWa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


