BayWa Aktie: Was uns bevorsteht…

Der Agrarhandelskonzern BayWa erhält frische Liquidität, doch die entscheidende Zustimmung der Gläubigerbanken für den Sanierungsplan steht weiterhin aus.

BayWa Aktie
Kurz & knapp:
  • Frische Liquidität durch Cefetra-Verkauf und Darlehen
  • Sanierungsplan benötigt Zustimmung der DZ Bank und HVB
  • Weitere Verluste für genossenschaftliche Anteilseigner erwartet
  • Aktienkurs deutlich unter Jahresanfangsniveau

Ende April fließen 107 Millionen Euro in die leeren Kassen von BayWa. Der Agrarhandelskonzern erhält das Geld aus dem Cefetra-Verkauf und frischen Gesellschafterdarlehen. Das verschafft dem Management eine kurze Atempause im zähen Poker mit den Gläubigerbanken.

Der Kampf um die Banken

Die neue Liquidität löst das Kernproblem nicht. Ohne die Zustimmung der DZ Bank und der HVB verliert der Sanierungsplan seine Grundlage. Die Geldhäuser müssen die Stillhaltevereinbarung bis Herbst 2026 verlängern. Rechnerisch sollen die Bankschulden so um mehr als 600 Millionen Euro sinken. Die strukturelle Lage bleibt extrem angespannt.

Der gescheiterte Verkauf der Energiesparte hinterlässt tiefe Spuren. Dem Sanierungskonzept fehlen 2,7 Milliarden Euro. Bislang hat BayWa erst 1,3 Milliarden Euro des vier Milliarden Euro schweren Gesamtziels gesichert.

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Als nächsten Schritt will der Konzern seine neuseeländische Obsttochter T&G Global abstoßen. Goldman Sachs soll beim Verkauf der knapp 74-prozentigen Mehrheitsbeteiligung helfen. Analysten erwarten Erlöse von rund 300 Millionen Euro. Das schließt die Lücke kaum.

Genossenschaftsbanken bluten

Parallel dazu bereiten sich die wichtigsten Anteilseigner auf weitere Verluste vor. Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken halten über eine Beteiligungsgesellschaft große Anteile an BayWa. Sie mussten bereits 60 Prozent eines großen Schuldscheindarlehens abschreiben. Das kostete die Institute 132 Millionen Euro.

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Genossenschaftsverbands-Präsident Stefan Müller rechnet mit weiteren Wertberichtigungen. Im schlimmsten Fall droht ein Totalausfall dieses Papiers. Existenzgefährdend sei das für die Primärbanken nicht. Sie weisen ein Vorsteuerergebnis von gut 1,8 Milliarden Euro aus.

Kursentwicklung im Abwärtstrend

An der Börse spiegelt sich die immense Unsicherheit wider. Zum Wochenschluss notierte die BayWa-Aktie bei 14,00 Euro. Damit liegt das Papier mehr als 16 Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang. Die 50-Tage-Linie bei 15,57 Euro bleibt vorerst außer Reichweite.

Privatanleger navigieren vorerst im Blindflug. Der Konzernabschluss für 2025 erscheint erst Ende 2026, weil die Sparte BayWa r.e. neu bewertet wird. Bis dahin hängt alles an den Gläubigern. Stimmen die Banken der Verlängerung im Herbst nicht zu, bricht der Sanierungsplan in sich zusammen.

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