Bechtle hat am Freitag im Umfeld des weltweiten Ausverkaufs bei KI- und Halbleiteraktien 3,3% verloren. Die tagesschau berichtete über Druck auf den deutschen Aktienmarkt durch den Wall-Street-Kursrutsch und Sorgen vor strengerer KI-Regulierung. Bechtle zählte dabei zu den TecDAX-Verlierern, während Analysten nach den vorläufigen Quartalszahlen weiterhin Kaufempfehlungen aussprachen.

Analysten erwarten höhere Gewinnschätzungen

Berenberg hob am Freitag das Kursziel für Bechtle von 40 € auf 41 € an und bestätigte die Kaufempfehlung. Analyst Andreas Wolf verwies auf übertroffene Erwartungen und Spielraum für höhere Ziele. Die Anpassung folgte auf die vorläufigen Eckdaten zum dritten Quartal.

Deutsche Bank Research bestätigte ebenfalls am Freitag die Kaufempfehlung und das Kursziel von 49 €. Analyst Lars Vom-Cleff sah nach den Eckdaten und der Prognoseerhöhung Spielraum für steigende Markterwartungen beim Vorsteuerergebnis. Er hielt eine Anhebung im mittleren einstelligen Bereich für möglich.

Damit bezog sich seine Einschätzung auf mögliche Anpassungen der Gewinnerwartungen am Markt, nicht auf bereits gemeldete zusätzliche Ergebniszuwächse.

Endgültige Zahlen folgen am 13. November

Nach den vorläufigen Unternehmensangaben stieg Bechtles Geschäftsvolumen im dritten Quartal 2026 um rund 19 %. Es erreichte etwa 2,4 Mrd. €. Beim Vorsteuerergebnis meldete Bechtle einen Anstieg um rund 14 % auf circa 92 Mio. €.

Für das Geschäftsvolumen erwartet das Unternehmen im Gesamtjahr 2026 weiterhin ein Wachstum von mehr als 10 %. Die Umsatzprognose blieb ebenfalls unverändert und sieht einen Zuwachs von 5 % bis 10 % vor.

Am 13. November 2026 veröffentlicht Bechtle den Bericht zum dritten Quartal und zu den ersten neun Monaten mit endgültigen Zahlen. Das Unternehmen hat dazu auch eine Telefonkonferenz angekündigt.