Bechtle hat gestern nach vorläufigen Quartalszahlen seine Gewinnprognose für 2026 erneut angehoben. Das Unternehmen erwartet beim Vorsteuerergebnis nun ein Wachstum von mehr als 10 % statt bislang 5–10 %. Die Aktie stieg gestern um 2,1%; dpa-AFX führte den Kursanstieg auf die Geschäftszahlen und den optimistischeren Jahresausblick zurück.

Geschäftsvolumen und Vorsteuergewinn legen zu

Nach den vorläufigen Unternehmensangaben stieg das Geschäftsvolumen im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um rund 19 %. Es erreichte damit etwa 2,44 Milliarden Euro.

Beim Vorsteuerergebnis meldete Bechtle einen Anstieg um rund 14 % auf circa 92 Millionen Euro. Die Zahlen bildeten die Grundlage für die erneute Anhebung des Gewinnziels für das Gesamtjahr.

Unverändert bleiben die übrigen Jahresprognosen: Beim Geschäftsvolumen rechnet Bechtle weiterhin mit einem Zuwachs von mehr als 10 %. Der Umsatz soll um 5–10 % steigen.

Analysten bewerten den Ausblick unterschiedlich

Jefferies bestätigte gestern die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 48 Euro. Analyst Martin Comtesse verwies auf die starken vorläufigen Quartalsergebnisse. Angesichts des hohen Auftragsbestands hielt er die Markterwartung für Bechtles Vorsteuergewinn 2027 für zu vorsichtig.

JPMorgan beließ die Einstufung gestern dagegen auf „Neutral“ und das Kursziel bei 38 Euro. Nach Einschätzung des Hauses könnten die Markterwartungen angesichts des optimistischeren Jahresausblicks steigen.

Bereits am 23. Oktober hatte Bechtle die Übernahme von Technology First gemeldet, die in Irland unter der Marke ITQuotes tätig ist. ITQuotes erzielte zuletzt mit gut 20 Mitarbeitenden mehr als 30 Millionen Euro Umsatz. Finanzielle Details der Transaktion veröffentlichte Bechtle nicht.

Die Quartalsmitteilung zum dritten Quartal 2026 veröffentlicht Bechtle am 13. November. Dazu ist eine Telefonkonferenz vorgesehen.