Knapp über dem Jahrestief, aber noch weit vom Hoch entfernt: Bedford Metals hat eine turbulente Woche hinter sich. Der Uranexplorer legte zuletzt um rund sechs Prozent zu — und wartet nun auf die entscheidenden Labordaten aus seinem Kernprojekt in Saskatchewan.

Bohrprogramm abgeschlossen, Urteil steht aus

Im Frühjahr 2026 hat Bedford Metals sein Diamantbohrprogramm am Sheppard Lake Uranium Project erfolgreich abgeschlossen. Vier Bohrlöcher mit insgesamt rund 1.136 Metern testeten zwei Zielbereiche: TZ1 und TZ2.

Das meistbeachtete Ergebnis lieferte Bohrloch SHP-26-05. Es durchteufte ein pegmatitisches Intervall mit erhöhten Spektrometerwerten — darunter ein Spitzenwert von 121,1 ppm Uran und ein U/Th-Verhältnis von 2,52. Bohrloch SHP-26-06 zeigte ebenfalls anomale Uranwerte, verbunden mit ausgeprägter Alteration und Sulfidmineralisierung.

Die Kernrückgewinnung lag programmdurchschnittlich bei 98,7 Prozent. Das ist ein solider Wert für die geologische Interpretation.

Laboranalyse entscheidet über den nächsten Schritt

Alle 218 Bohrkernproben hat Bedford an das Saskatchewan Research Council (SRC) Geoanalytical Laboratories geschickt — ein nach ISO/IEC 17025:2017 akkreditiertes Labor mit Spezialisierung auf Urangeochemie. Die vollständigen Assay-Daten stehen noch aus.

Das Programm identifizierte außerdem strukturell kontrollierte Alterationszonen mit Albit, Chlorit, Illit, Kaolinit und Hämatit. Hinzu kommen pyrithaltige Korridore, die weitere Untersuchungen rechtfertigen. Ob die radiometrischen Anomalien aus dem Bohrloch die Laboranalyse bestätigen, bleibt offen.

Finanzierung und Berichtsrahmen neu geordnet

Die Explorationsaktivitäten finanziert Bedford über eine im April 2026 abgeschlossene Privatplatzierung. Das Unternehmen gab fünf Millionen Flow-Through-Aktien zu je 0,20 kanadischen Dollar aus und nahm damit eine Million Dollar brutto ein. Die Mittel fließen in die Projekte Sheppard Lake und Ubiquity Lake. Die platzierten Aktien unterliegen bis zum 14. August 2026 einer Haltefrist.

Parallel dazu stellt Bedford seine Finanzberichterstattung auf einen Halbjahresrhythmus um. Quartalsberichte für den Dreimonatszeitraum bis Ende Juni 2026 entfallen. Der nächste Zwischenbericht erscheint innerhalb von 60 Tagen nach dem 30. September 2026.

Kurs erholt sich — aber der Trend bleibt negativ

Mit einem Schlusskurs von 0,10 Euro liegt die Aktie rund 19 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom Mai. Das Jahreshoch von 0,29 Euro aus dem Juli 2025 ist dagegen 67 Prozent entfernt. Seit Jahresbeginn hat die Aktie gut 22 Prozent verloren und notiert deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 0,13 Euro — ein anhaltend negativer Trendindikator.

Der RSI liegt bei 51, also im neutralen Bereich. Bei einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von über 54 Prozent sind Wochenschwankungen von sechs Prozent für einen Micro-Cap-Explorer keine Ausnahme. Die vollständigen Assay-Daten aus Sheppard Lake werden zeigen, ob der jüngste Kursanstieg fundamentale Substanz hat.