Bedford Metals steht vor entscheidenden Wochen. Das Unternehmen hat sein Bohrprogramm am Sheppard Lake abgeschlossen. Jetzt warten Investoren auf die Laborergebnisse. Diese Daten sind aktuell der wichtigste Kurstreiber. Der Grund: Das Management hat die finanzielle Berichterstattung drastisch reduziert.

Erste Hinweise auf Uran

Anfang Juni endete das Bohrprogramm im Athabasca-Becken. Die Teams bohrten vier Löcher mit einer Gesamtlänge von rund 1.135 Metern. Dabei untersuchten sie die Zielgebiete TZ1 und TZ2. Die Ausbeute an Bohrkernen lag bei fast 99 Prozent. Das liefert den Geologen eine hervorragende Datenbasis.

Insgesamt 218 Proben liegen nun beim SRC-Labor in Saskatchewan. Erste Handmessungen vor Ort zeigten bereits Auffälligkeiten. Das Bohrloch SHP-26-05 lieferte einen Spitzenwert von 121,1 ppm Uran. Ein weiteres Loch zeigte erhöhte radiometrische Werte in Verbindung mit Sulfidmineralien. Nun müssen die offiziellen Laboranalysen diese Funde bestätigen.

Finanzberichte nur noch halbjährlich

Parallel dazu ändert Bedford seine Kommunikation mit dem Kapitalmarkt. Das Unternehmen wechselt von Quartalsberichten zu einem halbjährlichen Rhythmus. Eine kanadische Sonderregelung für kleinere Explorationsfirmen macht diesen Schritt möglich. Bedford spart sich damit die Zwischenberichte für das erste und dritte Quartal.

Die Folge: Weniger harter Newsflow für Aktionäre. Der nächste reguläre Finanzbericht erscheint erst im Herbst. Bis dahin hängen die Kursausschläge fast vollständig an den operativen Fortschritten. Die anstehenden Laborergebnisse erhalten dadurch ein noch größeres Gewicht.

Millionen-Finanzierung sichert Exploration

Das nötige Kapital für die Bohrungen ist gesichert. Im Frühjahr schloss Bedford eine Privatplatzierung ab. Der Konzern nahm dabei eine Million kanadische Dollar ein. Dafür gab das Management fünf Millionen neue Aktien aus.

Das frische Geld fließt direkt in die Erschließung der Uranprojekte. Die neu ausgegebenen Papiere unterliegen noch bis August einer gesetzlichen Haltefrist.

An der Börse braucht die Aktie dringend neue Impulse. Am Freitag schloss das Papier bei 0,10 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von gut 22 Prozent auf der Anzeigetafel. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,29 Euro ist der Kurs weit entfernt. Die kommenden Laborberichte aus Saskatchewan entscheiden nun über die nächste Richtung.