Die Bohrkampagne ist abgeschlossen, die Geologie sieht vielversprechend aus — aber die entscheidenden Labordaten fehlen noch. Genau diese Lücke erklärt, warum der Markt die Neuigkeiten vom Sheppard Lake Uranium Project bislang kühl aufnimmt.
Hohe Kernausbeute, aber noch kein Beweis
Bedford Metals meldete am 1. Juni eine durchschnittliche Kernausbeute von 98,7 Prozent aus der Frühjahrskampagne 2026 — ein technisch solider Wert, der die Qualität des geologischen Datensatzes unterstreicht. Das Unternehmen bohrte vier NQ-Diamantbohrlöcher: zwei im Zielgebiet TZ1, zwei im Zielgebiet TZ2. Alle Löcher wurden mit einer Scout-Pro-Gamma-Sonde kontinuierlich radiometrisch vermessen.
Die geologische Kartierung bestätigte mehrere Alterationszonen mit Albit, Chlorit, Illit, Kaolinit und Hämatit sowie pyritführende Korridore. Solche Merkmale gelten als typische Begleiterscheinungen von Uranmineralisierungen im Athabasca-Becken. Besonders auffällig: Bohrloch SHP-26-05 durchschnitt ein pegmatitisches Intervall mit einem Spitzenwert von 121,1 ppm Uran und einem U/Th-Verhältnis von 2,52 im Handspektrometer.
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218 Proben warten auf Laborergebnisse
Der entscheidende Vorbehalt bleibt bestehen. Insgesamt 218 Bohrkernproben wurden mit einem tragbaren Gammastrahlen-Spektrometer untersucht und anschließend an die Saskatchewan Research Council Geoanalytical Laboratories geschickt — ein nach ISO/IEC 17025:2017 akkreditiertes Labor für Urangeochemie. Handheld-Spektrometerwerte und geologische Beobachtungen liefern Orientierung, ersetzen aber keine zertifizierten Assays.
Bohrloch SHP-26-06 zeigte laut Unternehmensangaben weitere anomale Uranwerte in Verbindung mit ausgedehnter Alteration und Sulfidmineralisierung. Auch diese Intervalle sind zur Laboranalyse eingereicht. Erst wenn die SRC-Ergebnisse vorliegen, lässt sich beurteilen, ob die geologischen Indikationen standhalten — oder sich als schwächer erweisen als erhofft.
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Kurs nahe Jahrestief
Der Markt wartet ab. Die Aktie notiert bei 0,09 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 28 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,29 Euro ist der Kurs fast 70 Prozent entfernt, das 52-Wochen-Tief von 0,08 Euro liegt nur knapp darunter. Das Kursverhalten spiegelt wider, dass Anleger den Abschluss der Bohrkampagne nicht als Entdeckungsereignis werten — solange die Assays fehlen.
Bedford Metals hat angekündigt, nach Eingang und Auswertung der Laborergebnisse ein weiteres Update zu veröffentlichen. Dieses Ergebnis-Release wird zeigen, ob das Sheppard-Lake-Projekt in die nächste Explorationsphase geht oder zurück an den Start muss.
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