Der Konsumgüterriese wird an der Börse derzeit so günstig gehandelt wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Während die fundamentale Bewertung verlockend erscheint, kämpft das Management mit schwindenden Marktanteilen bei der Kernmarke Nivea und massiven Einbrüchen im Luxussegment. Vor den anstehenden Quartalszahlen wächst die Sorge, dass die operative Talfahrt noch nicht ihren Tiefpunkt erreicht hat.
Bewertung spiegelt operative Krise wider
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 17 notiert der DAX-Titel weit unter seinem historischen Zehn-Jahres-Schnitt von 27. Dieser drastische Abschlag resultiert aus einer enttäuschenden Prognose für das laufende Jahr. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier bereits einen Verlust von 19,02 Prozent und rutschte im März zeitweise auf ein 52-Wochen-Tief bei 72,84 Euro ab.
Die schwache Nachfrage bei Nivea, Logistikprobleme in den USA und ein gedämpftes Travel-Retail-Geschäft in China belasten die Bilanzen schwer. Besonders alarmierend: Nivea verlor in Westeuropa zuletzt über zwölf Monate hinweg kontinuierlich Marktanteile. Gleichzeitig rechnet die UBS beim Luxuslabel La Prairie mit drastischen Umsatzrückgängen von rund 20 Prozent. Neue Produkte in der Gesichtspflege konnten diesen negativen Trend bislang nicht stoppen.
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Millionen für KI und Aktienrückkäufe
Um dem Abwärtstrend strategisch entgegenzuwirken, hat das Unternehmen Ende März einen neuen Venture-Capital-Fonds mit einem Volumen von 100 Millionen Euro aufgelegt. Der Fokus liegt auf Start-ups in den Bereichen Life Sciences, Biotechnologie und KI-gestützte Hautpflege. Parallel dazu stützt ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über bis zu 750 Millionen Euro den Kurs.
Finanziell steht der Konzern trotz der aktuellen operativen Schwächephase auf einem soliden Fundament. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Beiersdorf einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro bei einer stabilen operativen Marge von 14 Prozent.
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Richtungsentscheidung im April
Die entscheidende Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor. Analysten von Morgan Stanley rechnen für den Jahresauftakt mit Ergebnissen, die sogar noch unter der ohnehin schon verhaltenen Jahresprognose liegen könnten. Entsprechend gespalten präsentieren sich die jüngsten Einschätzungen der Großbanken:
- UBS: Hochstufung auf „Neutral“ (Verweis auf historischen Bewertungsabschlag im Sektor)
- JPMorgan: Abstufung auf „Neutral“ (Neues Kursziel: 90 Euro)
- RBC Capital Markets: Abstufung auf „Underperform“ (Neues Kursziel: 70 Euro)
Die Vorlage der Quartalszahlen am 21. April wird den weiteren Kursverlauf maßgeblich bestimmen. Enttäuscht das Consumer-Segment erneut, droht ein Test des jüngsten Jahrestiefs. Überrascht das Management hingegen mit einer Stabilisierung der Marktanteile, bietet die historisch günstige Bewertung erhebliches Aufholpotenzial.
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