Neuordnung an der Spitze des Verwaltungsrats
Am Freitag hat der Verwaltungsrat von Berkshire Hathaway eine grundlegende personelle Weichenstellung vorgenommen. Warren E. Buffett ist mit sofortiger Wirkung zum Chairman Emeritus ernannt worden. Zugleich bleibt er dem Gremium weiterhin als Director erhalten. Den Vorsitz im Verwaltungsrat hat Buffett damit abgegeben, nachdem er diese Funktion seit 1970 innehatte.
Zum neuen Chairman wählte das Gremium Howard G. Buffett. Er gehört dem Verwaltungsrat des Unternehmens bereits seit 1993 an und übernimmt nun die Leitung des Aufsichtsorgans. Die operative Führung des Konzerns bleibt davon unberührt: Greg Abel fungiert weiterhin unverändert als Chief Executive Officer.
Formelle Trennung von Aufsicht und operativer Führung
Mit diesem Beschluss formalisiert das Unternehmen die Nachfolgeregelung in der obersten Führungsebene. Die Rollen des Chairman und des CEO sind fortan institutionell voneinander getrennt. Während Howard G. Buffett an der Spitze des Aufsichtsgremiums steht, liegt die operative Verantwortung bei Abel.
Medienberichten zufolge markiert dieser Schritt den geplanten Übergang in der Unternehmensführung, der die Zuständigkeiten klarer zwischen strategischer Kontrolle und laufendem Geschäft aufteilt.
Auch in den operativen Einheiten gab es zuletzt personelle Entscheidungen. Bei Berkshire Hathaway Specialty Insurance, der Versicherungseinheit des Konzerns, wurde Jennifer Smith am 14. September zur Verantwortlichen für Kunden- und Maklerbeziehungen in der US-Südostregion ernannt.
Operative Initiativen und Marktreaktion
Abseits der personellen Weichenstellungen im Verwaltungsrat hatte Abel in den vergangenen Wochen die geschäftliche Ausrichtung näher erläutert. Vor rund zwei Wochen bekräftigte der CEO das anhaltende Interesse von Berkshire Hathaway an japanischen Handelshäusern. Parallel dazu äußerte er sich zu Perspektiven im Bereich der Rechenzentren.
Darüber hinaus hatte der Konzern bereits zuvor Anpassungen im Beteiligungsportfolio vorgenommen. Vor rund einem Monat baute das Unternehmen die Position bei Alphabet aus. Zudem stockte die Gesellschaft vor über einem Monat ihren Anteil an der New York Times auf.
An den Finanzmärkten verlief die Reaktion auf die Beschlüsse des Führungsgremiums sehr verhalten. Der Schlusskurs lag am Freitag bei 665.000,00 Euro, was einer minimalen Tagesveränderung von minus 0,1 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang beläuft sich das Plus des Papiers auf 4,4 Prozent.
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