Berkshire Hathaway: Milliarden-Abschied von Kraft Heinz

Berkshire Hathaway erwägt den Verkauf seiner gesamten 27,5% Beteiligung an Kraft Heinz, was einen strategischen Bruch nach Buffetts Rückzug markiert und den Aktienkurs belastet.

Berkshire Hathaway Aktie
Kurz & knapp:
  • Möglicher Verkauf aller 325 Millionen Stammaktien
  • Beteiligung verzeichnet Wertverlust von zwei Milliarden
  • Strategische Differenzen nach Buffetts Rücktritt
  • Kraft Heinz-Aktie reagiert mit deutlichem Kursverlust

Die Berkshire Hathaway-Aktie gerät in Bewegung – allerdings nicht wegen eigener Kursentwicklung, sondern wegen eines spektakulären Rückzugs. Das Investmentimperium erwägt den kompletten Ausstieg bei Kraft Heinz. 325,44 Millionen Stammaktien, 27,5 Prozent am Konsumgüterkonzern, könnten auf den Markt geworfen werden. Eine Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hat die Spekulationen befeuert.

Für Berkshire selbst ist das Engagement längst zum Verlustgeschäft geworden. 9,8 Milliarden Dollar kostete das Paket 2015 bei der Fusion, gemeinsam mit 3G Capital eingefädelt. Heute ist die Beteiligung nur noch 7,8 Milliarden wert – ein Minus von zwei Milliarden.

Strategischer Bruch nach Buffetts Abgang?

Der Zeitpunkt wirft Fragen auf. Am 31. Dezember 2025 trat Warren Buffett als Chef zurück. Nun zeichnet sich ab, dass seine Nachfolger andere Prioritäten setzen. Buffett selbst hatte die Strategie von Kraft Heinz öffentlich kritisiert: Der Plan, das Geschäft in zwei Firmen aufzuspalten – Wachstumstreiber wie Heinz Ketchup auf der einen, schwächelnde Sparten wie Oscar Mayer auf der anderen Seite – hielt er gegenüber CNBC für wenig sinnvoll.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Berkshire Hathaway?

Die Kraft Heinz-Aktie reagierte prompt. Im vorbörslichen NASDAQ-Handel sackte der Kurs um 3,54 Prozent auf 22,92 US-Dollar ab. Kein Wunder: Sollte Berkshire ernst machen, drohen massive Verwerfungen. Die Aktie hat auf Zwölfmonatssicht bereits 18 Prozent verloren. Ein Großaktionär, der seine komplette Position liquidiert, würde den Titel weiter unter Druck setzen.

Zieht Berkshire die Reißleine?

Bei Berkshire Hathaway kommt es nicht häufig vor, dass eine Position dieser Größenordnung komplett aufgegeben wird. Doch die Differenzen scheinen unüberbrückbar. Der mit Abstand größte Einzelaktionär wendet sich ab – trotz einer Dividendenrendite von 6,7 Prozent bei Kraft Heinz.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Berkshire Hathaway?

Für Berkshire bedeutet der mögliche Verkauf nicht nur den Abschied von einem langjährigen Investment, sondern auch das Eingeständnis eines strategischen Fehlers. Die Fusion von 2015 sollte einen Konsumgüter-Champion schaffen. Stattdessen entstand ein Sanierungsfall, der nun zur Belastung geworden ist.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob aus der SEC-Mitteilung Realität wird. Eines ist klar: Die Ära Buffett ist endgültig vorbei – und mit ihr offenbar auch das Engagement bei Kraft Heinz.

Berkshire Hathaway-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Berkshire Hathaway-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Berkshire Hathaway-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Berkshire Hathaway-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Berkshire Hathaway: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Über Felix Baarz 1542 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.