Der US-Biotechkonzern Biogen meldet Fortschritte bei der Entwicklung seines Medikamentenkandidaten Litifilimab. Das Unternehmen veröffentlichte am Freitag 52-Wochen-Ergebnisse aus dem Phase-2-Teil der klinischen Studie AMETHYST. Die Untersuchung prüft den Wirkstoff bei Patienten mit kutanem Lupus erythematodes. An der Börse notiert die Aktie heute mit einem leichten Plus von 0,7 % bei 196,64 Euro.

Deutliche Hautbesserung nach einem Behandlungsjahr

Die präsentierten Daten zeigen eine anhaltende Wirkung der Therapie über den erweiterten Zeitraum. Nach 52 Wochen wiesen 27,2 % der von Beginn an behandelten Studienteilnehmer eine erscheinungsfreie oder fast erscheinungsfreie Haut auf. Nach 24 Behandlungswochen hatte dieser Anteil noch bei 19,0 % gelegen.

Zudem erzielten 28,8 % der Patienten eine Reduktion der Krankheitsaktivität um mindestens 70 %. Bei der Auswertung traten laut Biogen keine neuen Sicherheitssignale auf. Die entscheidenden Daten aus der Phase-3-Studie stellt das Unternehmen für das erste Halbjahr 2027 in Aussicht.

Analysten sehen weiteres Kurspotenzial

Die neuen Studiendaten stoßen am Markt auf positive Resonanz bei Branchenbeobachtern. Medienberichten zufolge bekräftigte Needham-Analystin Ami Fadia am Freitag ihre Kaufempfehlung für die Biogen-Aktie. Ihr Kursziel liegt unverändert bei $256.00.

Bereits am Donnerstag hatte sich Analyst Andrew Tsai von Jefferies zu Wort gemeldet. Er stuft die Papiere des Biotechkonzerns ebenfalls mit „Buy“ ein. Tsai veranschlagt ein Kursziel von $255.00 für den Titel.

Aktie behauptet sich nahe Jahreshöchststand

Mit den jüngsten Impulsen setzt das Papier seine solide Entwicklung im laufenden Jahr fort. Zum 52-Wochen-Hoch von 202,85 Euro fehlt der Aktie derzeit nur ein Abstand von rund 3,1 %. Neben der Entwicklungspipeline setzt das Unternehmen auch auf Aufklärungskampagnen im Vermarktungsbereich.

Ende September startete Biogen in den USA eine Informationsinitiative rund um die seltene Nierenkrankheitsempfänglichkeit und das Präparat Empaveli. Die weiteren klinischen Zwischenschritte bei Litifilimab bleiben für Investoren im Segment der Autoimmunerkrankungen ein wichtiger Orientierungspunkt.