BioNTech: 25% Umsatzrückgang für 2026 erwartet

BioNTech treibt den Wandel zum Onkologie-Konzern voran. Im Mai stehen Hauptversammlung, Führungswechsel und Quartalszahlen an.

BioNTech Aktie
Kurz & knapp:
  • Hauptversammlung am 15. Mai geplant
  • Gründer Sahin und Türeci gehen
  • Umsatzrückgang um 25 Prozent erwartet
  • Liquide Mittel von 17,2 Milliarden Euro

BioNTech steht vor einem wegweisenden Monat. Während die Umsätze sinken, treibt das Management den Umbau zum reinen Onkologie-Konzern voran. Anleger reagieren im Vorfeld optimistisch. Die Aktie kletterte in den vergangenen 30 Tagen um gut 23 Prozent auf aktuell 92,70 Euro.

Führungswechsel und neues Personal

Am 15. Mai ruft BioNTech zur virtuellen Hauptversammlung. Auf der Agenda steht ein massiver Umbau der Führungsstruktur. Die Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci verlassen das Unternehmen Ende 2026. Sie wechseln in das Management ihrer neuen Firma.

Der Aufsichtsrat sucht bereits nach Nachfolgern. Parallel dazu soll das Kontrollgremium von sechs auf acht Mitglieder wachsen. Die Kandidatinnen Dr. Susanne Schaffert und Prof. Dr. Iris Loew-Friedrich sollen neu einziehen. Beide bringen dringend benötigte Erfahrung in der Onkologie und bei Produkteinführungen mit.

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Auf der Tagesordnung steht auch ein Gewinnabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft BioNTech Discovery GmbH. Das Ziel: ein steuerlicher Ausgleich. Die Muttergesellschaft verbuchte im Geschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust von 1,14 Milliarden Euro. Dieser Verlust lässt sich künftig mit Gewinnen der Tochter verrechnen.

Zölle und schrumpfende Umsätze

Finanziell bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Nach einem leichten Umsatzplus im Vorjahr rechnet der Vorstand für 2026 mit einem Einbruch. Die Erlöse dürften um rund 25 Prozent auf bis zu 2,3 Milliarden Euro sinken.

Ein weiteres Risiko droht aus den USA. Ab Ende Juli greift ein US-Zoll von 15 Prozent für europäische Pharmaunternehmen. Das betrifft die transatlantische Produktion des Covid-Impfstoffs Comirnaty. BioNTechs neue Krebsmedikamente könnten von diesen Abgaben allerdings befreit bleiben.

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Die Onkologie-Wette braucht Zeit

Der Wandel vom Impfstoffhersteller zum Krebs-Spezialisten erfordert Geduld. Das Management erwartet für 2026 keine kommerziellen Umsätze aus der Onkologie-Pipeline. Ein komfortables Polster hilft bei diesem Übergang. BioNTech verfügte Ende 2025 über liquide Mittel von rund 17,2 Milliarden Euro.

Fortschritte in der Forschung gibt es bereits. Im April meldete das Unternehmen positive Phase-2-Daten für einen Antikörper gegen Gebärmutterkrebs. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Wirkstoff bereits einen beschleunigten Zulassungsprozess gewährt.

Der Startschuss für diesen dichten Nachrichtenmonat fällt am 5. Mai. Dann präsentiert BioNTech die Zahlen für das erste Quartal. Investoren werden genau prüfen, wie schnell der Konzern sein massives Kapital in marktreife Krebstherapien umwandelt.

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