BioNTech räumt auf. Um den Wandel vom Impfstoffhersteller zum Onkologie-Spezialisten zu beschleunigen, schließt das Unternehmen Produktionsstätten und stoppt laufende Studien. Gleichzeitig sichert sich das Management mit milliardenschweren Rücklagen die nötige finanzielle Feuerkraft für die kommenden Jahre.
Kapazitäten schrumpfen, Vorstand wächst
Ein deutliches Zeichen der Neuausrichtung ist das Ende der Asien-Expansion. Gestern bestätigte BioNTech, die geplante mRNA-Produktionsstätte in Singapur bis Ende Februar 2027 wieder zu schließen. Das erst Ende 2022 erworbene Werk passt nicht mehr zur aktuellen klinischen Pipeline und der global gesunkenen Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen.
Parallel dazu soll der Aufsichtsrat von sechs auf acht Mitglieder wachsen. Auf der Hauptversammlung Mitte Mai will das Unternehmen gezielt Branchenexperten für Onkologie und klinische Entwicklung in das Gremium holen. Dieser Schritt soll die Aufsicht während des mehrjährigen strategischen Umbaus stärken.
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Volle Kassen für die Forschung
Finanziell ist das Unternehmen für den Strategiewechsel massiv gerüstet. Der komplette Bilanzgewinn aus dem Jahr 2025 in Höhe von rund 6,9 Milliarden Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. Diese Entscheidung unterstreicht den Willen, die enormen Barreserven von über 17,2 Milliarden Euro für die teure klinische Forschung zusammenzuhalten.
Zusätzlich bittet das Management die Aktionäre um ein neues genehmigtes Kapital. Dieses würde die Ausgabe von bis zu knapp 130 Millionen neuen Aktien erlauben, was exakt der Hälfte des aktuellen Grundkapitals entspricht, und soll eine auslaufende Genehmigung ersetzen.
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Abschied vom Corona-Geschäft
Wie konsequent BioNTech das Kapitel Corona verkleinert, zeigt auch ein Blick in die USA. Bereits am Mittwoch teilten die Mainzer und ihr Partner Pfizer der US-Gesundheitsbehörde FDA mit, dass sie eine groß angelegte Studie für ihren aktualisierten Covid-19-Impfstoff bei älteren Erwachsenen abbrechen. Grund dafür sind keine Sicherheitsbedenken, sondern schlicht fehlende Teilnehmer. Das aktuelle epidemiologische Umfeld macht es zu schwer, die anvisierten 25.000 bis 30.000 Probanden zu rekrutieren.
An der Börse kamen die operativen Updates gut an, die Aktie legte im US-Handel um rund zwei Prozent zu. Investoren gewichten die prall gefüllte Kasse und den klaren Fokus auf die Krebsforschung derzeit höher als kurzfristig sinkende Umsätze. Bis Ende 2026 plant BioNTech, 15 Phase-3-Studien in der Onkologie am Laufen zu haben, darunter wichtige Programme wie die mRNA-Krebsimmuntherapie BNT113 und das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Gotistobart.
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