BioNTech Aktie: ASCO zeigt Pumitamig-Daten bei 40 Patienten

BioNTech präsentiert vielversprechende Phase-2-Daten zu Pumitamig bei Lungenkrebs, während der Aktienkurs weiter unter Druck steht.

BioNTech Aktie
Kurz & knapp:
  • Phase-2-Daten zu Pumitamig vorgestellt
  • Hohe Ansprechrate bei Lungenkrebs
  • CureVac-Integration abgeschlossen
  • Starke Liquidität von 17,2 Milliarden Euro

BioNTech hat beim ASCO-Jahreskongress neue Daten aus seiner Onkologie-Pipeline vorgelegt. Der Zeitpunkt ist heikel: Die Aktie notiert rund 25 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und kämpft darum, die Nähe zum Jahrestief zu überwinden.

Pumitamig im Mittelpunkt

Das Herzstück der ASCO-Präsentation war eine Zwischenauswertung der Phase-2-Studie ROSETTA Lung-02. Sie untersucht den bispezifischen Antikörper Pumitamig (BNT327) in Kombination mit Chemotherapie bei bisher unbehandeltem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.

Die ersten Ergebnisse stammen aus einer Auswertung von 40 Patienten — sowohl mit squamöser als auch nicht-squamöser Erkrankung. Die Forscher beschreiben eine hohe Ansprechrate und ermutigende Antitumor-Aktivität. Pumitamig wird parallel in weiteren Indikationen geprüft: hepatozelluläres Karzinom, Glioblastom und Nierenzellkarzinom.

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Neben Pumitamig aktualisierte BioNTech die Datenlage zu Gotistobart (BNT316). Das Onkologie-Portfolio umfasst inzwischen mehr als 25 Phase-2- und Phase-3-Studien, darunter 13 Zulassungsstudien.

Umbau auf mehreren Ebenen

Parallel zur klinischen Expansion hat BioNTech seinen Konzernaufbau grundlegend verändert. Anfang 2026 schloss das Unternehmen die Übernahme von CureVac ab. CureVac-Aktien wurden daraufhin von der Nasdaq genommen. Die mRNA-Technologie und die Assets von CureVac fließen nun in das BioNTech-Ökosystem ein.

Im März 2026 folgte eine weitere Weichenstellung. Die Mitgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci kündigten an, ein neues mRNA-Innovationsunternehmen aufzubauen — und gleichzeitig BioNTechs klinische Expansion weiter zu begleiten.

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Starke Kasse, schwacher Kurs

Finanziell steht BioNTech solide da. Das Unternehmen hält rund 17,2 Milliarden Euro in Barmitteln und Wertpapieren. Dieses Kapital soll die laufenden Phase-3-Programme und die nächste mRNA-Generation finanzieren.

An der Börse spiegelt sich das bislang kaum wider. Die Aktie schloss zuletzt bei 76,70 Euro — rund elf Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat sie gut sieben Prozent verloren.

Der nächste konkrete Katalysator ist der Quartalsbericht für das zweite Quartal 2026, der für Anfang August erwartet wird. Bis dahin wird der Markt die ASCO-Daten einpreisen — und beobachten, ob Pumitamig in der vollständigen Studienauswertung hält, was die Zwischendaten versprechen.

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