Am 10. März 2026 traf BioNTech gleich zwei Hiobsbotschaften auf einmal: schwache Jahreszahlen und die überraschende Ankündigung, dass beide Gründer das Unternehmen bis Ende 2026 verlassen werden. Die Aktie brach daraufhin um mehr als 20 Prozent ein — ein Ausmaß, das die Tragweite dieser Nachrichten unterstreicht.
Gründer gehen, Technologie folgt teilweise
Prof. Ugur Sahin und Prof. Özlem Türeci wollen gemeinsam ein neues Unternehmen aufbauen, das sich auf die Entwicklung der nächsten mRNA-Generation konzentriert. BioNTech wird dem neuen Unternehmen ausgewählte mRNA-Rechte und -Technologien übertragen — im Gegenzug erhält BioNTech eine Minderheitsbeteiligung sowie Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren. Ein bindender Vertrag soll bis Ende des ersten Halbjahres 2026 unterzeichnet werden.
Für Sahin und Türeci wäre es bereits das dritte Biotechunternehmen nach Ganymed Pharmaceuticals (2001) und BioNTech (2008). Der Aufsichtsrat hat eine Nachfolgesuche eingeleitet.
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Sinkende Umsätze, wachsende Verluste
Die Zahlen für 2025 spiegeln den strukturellen Rückgang des COVID-19-Geschäfts wider: Der Umsatz fiel auf 2,87 Milliarden Euro, der Nettoverlust belief sich auf 1,14 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet BioNTech Erlöse von lediglich 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro — ein weiterer Rückgang, der vor allem auf geringere Impfstoffnachfrage in den USA und Europa zurückzuführen ist.
Gleichzeitig plant das Unternehmen, die Forschungsausgaben auf 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro zu erhöhen. Das setzt die Onkologie-Pipeline unter erheblichen Erfolgsdruck.
Onkologie als Zukunftswette
Bis Ende 2026 will BioNTech 15 laufende Phase-3-Studien in der Krebsforschung vorweisen und erwartet sieben klinische Datenpakete aus der Spätphase. Bis 2030 sollen es mindestens 17 solcher Readouts sein. Das bestehende klinische Programm, betont das Unternehmen ausdrücklich, bleibt von der Ausgründung unberührt.
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Finanziell ist BioNTech gut aufgestellt: Mit 17,2 Milliarden Euro an liquiden Mitteln und Wertpapieren Ende 2025 verfügt das Unternehmen über erhebliche Reserven, um die Transformation zu finanzieren.
Zwei Analysten senkten nach den Nachrichten ihre Kursziele — Clear Street von 181 auf 167 US-Dollar, Jefferies auf 138 US-Dollar —, beide behalten jedoch ihr Kaufvotum bei. Clear Street sieht im Kursrückgang sogar eine mögliche Einstiegsgelegenheit angesichts der starken Bilanz und Pipeline. Jefferies argumentiert, neue Führungskräfte mit klarerem Fokus auf Kommunikation und Umsetzung könnten mittelfristig sogar vorteilhaft sein.
Entscheidend wird nun sein, ob die erwarteten Onkologie-Daten im laufenden Jahr die These einer erfolgreichen Transformation untermauern — bevor die Gründer das Unternehmen endgültig verlassen.
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