Die Mainzer Biotech-Schmiede BioNTech untermauert ihren Onkologie-Schwenk mit handfesten klinischen Daten. Ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) gegen Gebärmutterhalskrebs zeigt in einer Phase-2-Studie vielversprechende Wirksamkeit. Die Wall Street reagiert prompt mit Kaufempfehlungen.
Angriff auf etablierte Therapien
Auf der Jahrestagung der Society of Gynecologic Oncology präsentierte das Unternehmen zusammen mit dem Partner DualityBio die Ergebnisse. Bei 73 Patientinnen mit HER2-positivem Endometriumkarzinom, die zuvor mit Checkpoint-Inhibitoren behandelt wurden, lag die Gesamtansprechrate bei 49,3 Prozent. Die mediane progressionsfreie Überlebenszeit erreichte acht Monate.
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Besonders relevant ist die Breite der Wirksamkeit. Der direkteste Konkurrent, Enhertu, ist in den USA nur für Patientinnen mit der höchsten HER2-Expression (IHC 3+) zugelassen. Der BioNTech-Kandidat Trastuzumab Pamirtecan zeigte hingegen auch bei niedrigeren Expressionsraten (IHC 1+ und 2+) Ansprechraten von rund 34 beziehungsweise 40 Prozent. Damit adressiert das Mittel eine Patientengruppe, für die es bislang keine zielgerichtete HER2-Therapie gibt.
Analysten loben das Finanzpolster
Die Investmentbank Berenberg bestätigte nach den Daten umgehend ihre Kaufempfehlung. Morgan Stanley hob das Kursziel leicht auf 126 US-Dollar an und stuft die Papiere weiterhin als „Overweight“ ein. Am Markt spiegelt sich diese Zuversicht nur bedingt wider. Die Aktie notiert aktuell bei 83,20 Euro und verliert auf Tagessicht 1,25 Prozent. Trotz eines leichten Plus von knapp sieben Prozent auf Wochensicht bleibt der Kurs unter der wichtigen 200-Tage-Linie von 88,15 Euro gefangen.
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Die finanzielle Basis für die teuren klinischen Studien steht. Ursprünglich stammt der Wirkstoff vom Shanghaier Partner DualityBio. BioNTech sicherte sich die Rechte im April 2023 für 170 Millionen US-Dollar vorab und stellte Meilensteinzahlungen von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Finanziert wird dies aus einem komfortablen Polster: BioNTech sitzt auf liquiden Mitteln von 17,24 Milliarden Euro. Allein im laufenden Jahr 2026 plant das Management Forschungs- und Entwicklungsausgaben von bis zu 2,5 Milliarden Euro ein.
Nächste Schritte fixiert
Der nächste regulatorische Meilenstein rückt näher. BioNTech und DualityBio streben für 2026 einen Zulassungsantrag bei der US-Behörde FDA an. Parallel läuft die Patientenrekrutierung für die bestätigende Phase-3-Studie. Den organisatorischen Rahmen für diese Entwicklung schafft das Unternehmen auf der Hauptversammlung am 15. Mai. Dort soll der Aufsichtsrat um zwei ausgewiesene Onkologie-Experten erweitert werden — ein klares Signal für die strategische Marschroute der kommenden Jahre.
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