Starke Kaufempfehlungen auf der einen Seite, ein Aktienkurs nahe dem Jahrestief auf der anderen. Bei BioNTech klaffen die Einschätzungen der Wall Street und die Realität auf dem Kurszettel derzeit weit auseinander. Während das Mainzer Unternehmen den Abschied seiner Gründer vorbereitet, rückt eine entscheidende Datenpräsentation in den Mittelpunkt.
Wall Street bleibt im Bullenlager
Die Frankfurter Notierung schloss zuletzt bei 76,95 Euro. Damit trennen das Papier nur noch gut sechs Prozent vom 52-Wochen-Tief. Auf Monatssicht verbucht der Titel ein Minus von rund elf Prozent und notiert deutlich unter der 200-Tage-Linie.
Analysten lassen sich von der Kursschwäche kaum beirren. Von 19 Experten raten 15 zum starken Kauf, vier plädieren für Halten. Die Spanne der Kursziele zeigt, wie stark die Erwartungen an kommende klinische Meilensteine geknüpft sind:
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- Canaccord Genuity: 158 US-Dollar
- Wells Fargo: 140 US-Dollar
- Morgan Stanley: 126 US-Dollar
- TD Cowen: 94 US-Dollar
Berenberg senkte das Ziel kürzlich auf 140 US-Dollar, behielt die Kaufempfehlung aber bei. Analyst Harry Gillis stuft die Aktie als stark unterbewertet ein und verweist auf das Potenzial der Pipeline.
Milliardenpolster federt Forschungskosten ab
Der Wandel vom Impfstoffhersteller zum Onkologie-Spezialisten kostet Geld. Für 2026 rechnet das Management mit Forschungsausgaben von bis zu 2,5 Milliarden Euro. Diese Summe übersteigt die erwarteten Jahreserlöse, die bei maximal 2,3 Milliarden Euro liegen sollen.
Trotz der roten Zahlen im operativen Geschäft agiert das Unternehmen aus einer Position der Stärke. Ende März lagen 16,8 Milliarden Euro an liquiden Mitteln in der Kasse. Dieses Polster finanziert die teure Forschung auf Jahre hinaus. Parallel dazu hat der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm autorisiert, das bis Mai 2027 ein Volumen von bis zu einer Milliarde US-Dollar umfasst.
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Bewährungsprobe in der Onkologie
Ende Mai liefert die Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) den nächsten Impuls. BioNTech präsentiert dort Phase-2-Daten zu seinem Hoffnungsträger Pumitamig im Bereich Lungenkrebs. Insgesamt umfasst die klinische Datenbank bereits Daten von über 4.000 Patienten aus mehr als 20 späten Studienphasen.
Währenddessen ordnet das Unternehmen seine Führungsspitze neu. Die Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci verlassen BioNTech zum Jahresende, um sich einem neuen mRNA-Projekt zu widmen. Aufsichtsratschef Helmut Jeggle stellte auf der Hauptversammlung klar, dass sämtliche Patente und Technologieplattformen im Besitz des Konzerns bleiben.
Der Fokus verschiebt sich nun vollständig auf die klinischen Ergebnisse. Die ASCO-Präsentation in wenigen Wochen wird den ersten externen Beleg dafür liefern, ob die Milliardeninvestitionen in die Krebsforschung die erhoffte Wirksamkeit zeigen.
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