BioNTech hat den Termin für die Zahlenvorlage bekanntgegeben: Am 10. März wird das Mainzer Biopharma-Unternehmen die Geschäftsergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 präsentieren. Für Investoren wird es ein Schlüsselmoment, denn BioNTech befindet sich mitten in der strategischen Neuausrichtung – weg vom COVID-Impfstoff, hin zur Onkologie.
Vom Impfstoff-Champion zum Krebsforscher
Die Transformation läuft auf Hochtouren. In den vergangenen zwei Jahren hat BioNTech die Anzahl seiner klinischen Studien in Phase 2 und 3 mehr als verdoppelt – auf über 25 Programme. Bis Ende 2026 sollen 15 Phase-3-Studien laufen, sieben wichtige Datenpunkte aus der Spätphase werden im Jahresverlauf erwartet.
Das Portfolio umfasst mRNA-Krebsimmuntherapien, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und CAR-T-Zelltherapien. Ein Hoffnungsträger ist Gotistobart: In der Phase-3-Studie PresERVE 003 zeigte der Kandidat bei metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom einen klinisch bedeutsamen Überlebensvorteil gegenüber Standardchemotherapie. Auch Pumitamig lieferte bei triple-negativem Brustkrebs ermutigende Phase-2-Daten.
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Umsätze: Rückgang eingepreist, Onkologie noch ohne Ertrag
BioNTech rechnet für 2026 mit einem leichten Rückgang der Comirnaty-Umsätze im Vergleich zu 2025. Grund sind veränderte Impfempfehlungen – vor allem in den USA – und der Übergang zu privatem Vertrieb nach Auslaufen langfristiger Verträge. Einnahmen aus Onkologie-Produkten erwartet das Management in diesem Jahr noch nicht.
Zur Einordnung: Im dritten Quartal 2025 erzielte BioNTech Umsätze von 1,5 Milliarden Euro, schrieb aber einen Nettoverlust von 28,7 Millionen Euro. Die Jahresprognose wurde auf 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro angehoben. Positiv: eine Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar aus der Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb.
Analysten gespalten – aber nicht negativ
Goldman Sachs stufte BioNTech Mitte Januar 2026 hoch und würdigte die konsequente Umsetzung der Strategie. Morgan Stanley bekräftigte am 17. Februar die Kaufempfehlung. Leerink hingegen nahm Anfang Februar eine Abstufung auf „Market Perform“ vor – nicht aus Skepsis gegenüber der Pipeline, sondern weil die Aktie nach einer starken Rally weniger Aufwärtspotenzial biete.
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17 Milliarden Euro Kriegskasse – aber keine schnellen Gewinne
Mit einer Marktkapitalisierung von 27,6 Milliarden Dollar und einem Unternehmenswert von rund 11 Milliarden Dollar steht BioNTech solide da. Die Liquiditätsreserve von 17,2 Milliarden Euro gibt Spielraum für die kostspielige klinische Entwicklung. Entscheidend wird sein, wie diszipliniert das Kapital eingesetzt wird und wann die ersten Onkologie-Produkte tatsächlich Umsätze generieren.
BioNTech kooperiert mit einem breiten Netzwerk aus Pharmapartnern – darunter Bristol Myers Squibb, Pfizer, Genentech und Regeneron. Diese Partnerschaften könnten den Weg zur Marktreife beschleunigen.
Am 10. März folgen die Zahlen und der strategische Ausblick. Dann wird sich zeigen, ob BioNTech die hohen Erwartungen an den Umbau erfüllen kann.
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