BioNTech hat am Dienstag gleich zwei schlechte Nachrichten auf einmal geliefert: Die Umsatzprognose für 2026 fiel deutlich schwächer aus als erwartet – und die Gründer des Unternehmens, Ugur Sahin und Özlem Türeci, werden BioNTech verlassen, um ein neues mRNA-Unternehmen aufzubauen. Die Kombination aus enttäuschenden Zahlen und dem Abgang der Köpfe hinter dem Covid-Impfstoff-Erfolg hat die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief gedrückt.
Gründer gehen – und nehmen die mRNA-Technologie mit
Sahin und Türeci werden das Unternehmen spätestens Ende 2026 verlassen, wenn ihre Verträge auslaufen. Ihr neues Unternehmen soll sich auf die Weiterentwicklung der mRNA-Technologie konzentrieren – genau jener Technologie, die BioNTech groß gemacht hat.
BioNTech wird dem neuen Unternehmen entsprechende Rechte und mRNA-Technologien übertragen und erhält dafür eine Minderheitsbeteiligung sowie Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren. Bindende Vereinbarungen sollen bis Ende des ersten Halbjahres 2026 unterzeichnet werden. Die Gründer bleiben mit rund 15 Prozent an BioNTech beteiligt. Der Aufsichtsrat hat bereits eine Suche nach Nachfolgern eingeleitet.
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Prognose weit unter Markterwartungen
Parallel dazu enttäuschte die Umsatzguidance für 2026: BioNTech erwartet Erlöse zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro – der Marktkonsens hatte bei rund 2,9 Milliarden Euro gelegen. Der Rückgang spiegelt die fortschreitende Normalisierung des Covid-Impfstoffgeschäfts wider, das künftig nur noch einen kleineren Beitrag leisten soll.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete BioNTech einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro. Das Unternehmen verfügt über eine solide Liquiditätsbasis von 17,2 Milliarden Euro – die es auch braucht: Für 2026 plant BioNTech Forschungsausgaben von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro, da die Onkologie-Pipeline in eine entscheidende Phase eintritt.
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Onkologie als Wachstumshoffnung
BioNTech setzt alles auf seine Krebstherapien. Bis Ende 2026 sollen 15 laufende Phase-3-Studien in der Onkologie aktiv sein, darunter Studien zu dem bisspezifischen Antikörper BNT327 in Indikationen wie kleinzelligem Lungenkrebs und triple-negativem Brustkrebs. Eine milliardenschwere Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb aus dem Jahr 2025 – mit 1,5 Milliarden Dollar Vorauszahlung – hat die Finanzierung dieser Studien abgesichert.
Ob die Onkologie-Pipeline schnell genug Ergebnisse liefert, um die wegfallenden Covid-Erlöse zu kompensieren, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Erste wichtige Studiendaten werden noch im laufenden Jahr erwartet – und dürften maßgeblich darüber entscheiden, wie der Markt die strategische Neuaufstellung bewertet.
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