Am 5. Mai legt BioNTech seine Quartalsergebnisse vor. Die Frage ist nicht, ob die COVID-Erlöse weiter sinken — das ist eingepreist. Entscheidend ist, ob die Onkologie-Pipeline schnell genug Fahrt aufnimmt, um die Lücke zu schließen.
Der Kurs notiert bei 86,80 Euro und damit rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut fünf Prozent — kein Ausbruch, aber auch kein Absturz.
Wall Street bleibt konstruktiv
Dreizehn Analysten decken die Aktie ab. Ihr Konsens lautet „Kaufen“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 133 Dollar. HC Wainwright bestätigte Ende April sein „Buy“-Rating mit einem Ziel von 130 Dollar. Morgan Stanley hob sein Ziel auf 126 Dollar an und behielt „Overweight“ bei.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BioNTech?
Die Bandbreite der Schätzungen ist allerdings groß — von unter 77 Dollar bis deutlich darüber. Das spiegelt unterschiedliche Einschätzungen zum Pipeline-Risiko wider, nicht zuletzt angesichts des bevorstehenden Führungswechsels.
Pumitamig als zentraler Werthebel
Das Bewertungsargument hängt zunehmend an pumitamig (BNT327). Bristol Myers Squibb sicherte sich im Juni 2025 die Rechte an dem bispezifischen Antikörper — für bis zu elf Milliarden Dollar. Inzwischen laufen neun Phase-3-Studien für den Wirkstoff.
Das Prinzip dahinter — kombinierte Hemmung von PD-(L)1 und VEGF — ist derzeit das am stärksten finanzierte Konzept in der Onkologie. Akeso, Pfizer und AbbVie drängen mit eigenen Ansätzen in denselben Markt. Der Wettbewerb ist real.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BioNTech?
Für 2026 plant BioNTech sechs neue Phase-3-Studien und erwartet sieben Datenpakete aus späten Phasen. Eigene Onkologie-Umsätze sind in diesem Jahr noch nicht eingeplant. Der Gesamtjahresumsatz soll zwischen zwei und 2,3 Milliarden Euro liegen — bei einem F&E-Budget von bis zu 2,5 Milliarden Euro.
Führungswechsel ohne Abschluss
Ugur Sahin und Özlem Türeci verlassen BioNTech bis Ende 2026. Der Aufsichtsrat sucht Nachfolger. Eine verbindliche Vereinbarung über den Technologietransfer zu ihrer neuen Gesellschaft soll bis Mitte 2026 stehen — ist es aber noch nicht.
Solange dieser Vertrag fehlt, bleiben die finanziellen Konditionen des Transfers offen. Das Earnings-Call am 5. Mai wird zeigen, ob das Management hier mehr Klarheit liefern kann. BioNTech verfügt über eine Liquiditätsreserve von rund 16,7 Milliarden Euro — Spielraum ist vorhanden, die Richtung muss noch definiert werden.
BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 30. April liefert die Antwort:
Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

