Für BioNTech geht es derzeit kaum voran. Die Aktie hat am Montag ein Kursniveau von 81 Euro erreicht, dies allerdings mit einem Verlust von 1,76 %. Bezieht man die Notierungen auf den Jahresbeginn, haben sie sich in den vergangenen Monaten im Grunde genommen kaum bewegt.

BioNTech ist auf dem Weg – der dauert noch!

Das liegt auch daran, dass BioNTech etwas enttäuschende Umsatzzahlen präsentierte, als am 4. August die Quartalszahlen vorgelegt worden sind. Das sorgt derzeit allerdings überhaupt nicht für Aufruhr.

Die Zahlen im Einzelnen: Der Nettoverlust ist im zweiten Quartal auf 820,8 Millionen Euro gestiegen. Dies war ein mächtiger Anstieg, nachdem vor einem Jahr noch 190,4 Millionen Euro Nettoverlust gebucht worden waren. Hier leidet BioNTech darunter, dass es immer weniger Impfstofferlöse gibt und dass sehr viel Geld in die Krebsforschung, also in Forschung und Entwicklung für mRNA-basierte Produkte gegen Krebserkrankungen, fließt. Diese Forschung muss weiter finanziert werden.

Der Markt weiß derzeit noch nicht einzuschätzen, wann tatsächlich die ersten Produkte auf den Markt kommen könnten. Hier kommt es dann auf die nächsten Studienergebnisse an. Schätzungen dazu sind derzeit kaum zu lesen.

Analysten sind allerdings relativ sicher, dass die Aktie deutlich mehr wert sein könnte. Die aktuellen Notierungen liegen ungefähr 25 Euro unter den mittleren Kurszielen der Analysten. Die Märkte sind derzeit nicht bereit, hier mehr zu investieren, zeigen aber offensichtlich auch keine Panik. Man wartet tatsächlich auf die weiteren Studienergebnisse des Konzerns.

BioNTech ist dabei relativ gut abgesichert. Das Unternehmen verfügt über 16,6 Milliarden Euro an Barmitteln und Wertpapieranlagen. Es kann also noch hinreichend viel investieren, um mit den mRNA-basierten Produkten gegen Krebserkrankungen einen Markt anzusteuern, der BioNTech derzeit noch nicht zur Verfügung steht.

Insgesamt sind Analysten also nicht zufällig noch so positiv aufgestellt. Der Markt wiederum scheint mit seiner Warteposition derzeit ebenfalls richtig zu liegen. Für Trendtechniker und Charttechniker ist die Situation etwas heikler, weil der Titel kurzfristig ganz offensichtlich im Seitwärtstrend wie festgewachsen wirkt.